FC Aarau
Urs Hofmann ermahnt Hooligans: «Überlegen Sie sich das gut»

Mit Bussen, Stadionverbot und Video-Dokumentation gegen gewaltbereite Fans – im «TalkTäglich» diskutieren gleich der Aargauer Justiz- und Polizeidirektor Urs Hofmann, FCA-Vizepräsident Roger Geissberger und der Aargauer Grüne-Grossrat Daniel Hölzle.

Drucken
Teilen
Urs Hofmann ist klar für härtere Massnahmen gegen Hooligans. Im Bild die Ausschreitungen nach dem Meisterschaftsspiel zwischen Aarau und Basel im Brügglifeld im Mai 2014.

Urs Hofmann ist klar für härtere Massnahmen gegen Hooligans. Im Bild die Ausschreitungen nach dem Meisterschaftsspiel zwischen Aarau und Basel im Brügglifeld im Mai 2014.

Key/TeleM1

Nach Gewalteskalationen auf dem Spielfeld in den vergangenen Jahren gehen der FC Aarau und die Kantonspolizei einen Schritt weiter. Einen ganzen Massnahmenkatalog zur effektiveren Bekämpfung von Hooligans haben sie gemeinsam festgelegt.

Saftige Bussen, vermehrte Stadionverbote und Meldeauflagen sind darin enthalten. Ausserdem wird ausdrücklich dazu aufgerufen, Verstösse gegen den Katalog zu dokumentieren und das Bild- und Tonmaterial der Polizei zukommen zu lassen.

Angemessen oder übertrieben? Diese Frage diskutierten der Aargauer Justiz- und Polizeidirektor Urs Hofmann, Roger Geissberger, Vizepräsident FC Aarau, und der Aargauer Grüne-Grossrat Daniel Hölzle in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele M1.

Sehen Sie hier die ganze «TalkTäglich»-Sendung vom Dienstagabend:

«Das Wichtigste ist, dass Polizei und Kanton am selben Strich ziehen», sagte der Aargauer Justiz- und Polizeidirektor Urs Hofmann im «TälkTäglich» vom Dienstag. Alt und Jung sollen keine Angst haben müssen als Zuschauer auf dem Brügglifeld.

Später sprach er sogar die Krawallmacher an, indem er sagte: «Überlegen Sie sich das wirklich gut.» Sie würden ihre berufliche Karriere riskieren, wenn sie durch solche Taten als Schläger bekannt würden.

Roger Geissberger, Vizepräsident des FC Aarau, sagte, dass sich die Sicherheitskosten des Vereins im Verlauf weniger Jahre verzehnfacht haben. In den letzten Jahren habe man immer wieder und periodisch das Gespräch gesucht, sogar den Fans Anreize gegeben und Choreografien mitfinanziert. Doch das habe nichts genützt. «Es geht nur, wenn man härter vorgeht.» Das würden auch Studien zeigen.

Der FC Aarau ruft auch seine Fans zur Mithilfe auf. Sie sollen dabei helfen, «Straftaten zu dokumentieren und der Polizei zu melden». Der Grüne Grossrat Daniel Hölzle warnte, es könne für Fans gefährlich werden, Gewalttaten oder das Zünden von Pyros zu filmen. Auch Regierungsrat Urs Hofmann hält den Aufruf für «nicht zielführend». Das Filmen im Stadion sei zwar rechtlich zulässig, aber kaum das gesuchte Erfolgsrezept.

Aktuelle Nachrichten