Zukunftsraum Aarau

Update: Unterentfelden entscheidet an der Urne

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Der Gemeinderat handelt nach drei Covid-19-Ansteckungen an der Primarschule und sagt die Gemeindeversammlung vom Mittwoch kurzfristig ab. Der Entscheid über den Fusionsvertrag mit Aarau und den umliegenden Gemeinden wird voraussichtlich am 18. Oktober an der Urne gefällt.

Der Gemeinderat Unterentfelden hat an seiner Sitzung vom Montagabend entschieden, die für diesen Mittwoch, 2. September, anberaumte Gemeindeversammlung abzusagen. An dieser Gmeind wäre entschieden worden, ob sich Unterentfelden an der Ausarbeitung eines Fusionsvertrags im Zukunftsraum Aarau beteiligt. 

Hintergrund der abgesagten Versammlung ist die Ansteckung von drei Kindern der sechsten Primarschulklasse mit dem Coronavirus. Der Kanton hat sie am Montagmorgen kommuniziert. Die Mitteilung des Gemeinderats zur Absage der Gemeindeversammlung folgte am Abend. «Bei diesem Entscheid hat der Gemeinderat die Gesundheit der gesamten Bevölkerung sowie die demokratische Legitimation in den Vordergrund gestellt», heisst es in der Mitteilung. Über das weitere Vorgehen werde im Laufe der Woche entschieden und orientiert. 

Gemeinderat entscheidet sich für Urnenabstimmung

Auf Anfrage sagt Gemeindeammann Heinz Lüscher, dass sich der Gemeinderat gegen ein neues Datum für eine ausserordentliche Gemeindeversammlung und für eine Abstimmung an der Urne entschieden hat. Derzeit wird noch abgeklärt, welcher Termin möglich wäre. Man geht davon aus, dass die Abstimmung zum Zukunftsraum in Unterentfelden am 18. Oktober gemeinsam mit den kantonalen Wahlen stattfinden wird.

Zuvor hatte Suhr die Gemeindeversammlung wegen Corona abgesagt und eine Urnenabstimmung auf den 27. September angesetzt. Oberentfelden indes bleibt beim ursprünglichen Plan und wird die Gemeindeversammlung morgen Mittwoch nach wie vor durchführen. «Für uns ändert sich nichts», sagt Gemeindeammann Markus Bircher. «Wir sind nicht betroffen von dem Coronafall in Unterentfelden», in Oberentfelden müsse etwa niemand deswegen in Quarantäne.

Beide Entfelden nicht mehr gleichzeitig: «Kein Problem»

Dass beide Entfelden nun nicht mehr zur selben Zeit den Entscheid zum Zukunftsraum fällen, sieht Markus Bircher nicht direkt als Nachteil. «Aber es ist so, dass Unterentfelden von unserem Entscheid beeinflusst werden könnte», sagt er. Da sich beide Gemeinden für eine Fusion nicht mehr bedingen, sieht auch Heinz Lüscher kein Problem darin, dass sie nicht gleichzeitig abstimmen.

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