5. Äntefescht
Unzertrennlich beim Festen – Äntefescht mit Motto «Zauberhaft» eröffnet

Das 5. Äntefescht der beiden Entfelder Gemeinden wurde am Freitagabend definitiv lanciert.

Ueli Wild
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OK-Präsident Alfred Stiner (rechts) und Oberentfeldens Gemeindeammann Markus Werder gestern Abend beim Eröffnungsapéro.

OK-Präsident Alfred Stiner (rechts) und Oberentfeldens Gemeindeammann Markus Werder gestern Abend beim Eröffnungsapéro.

Ueli Wild

Auch wenn die aus dem 19 Jahrhundert stammenden Enten-Wappen der beiden Entfelden auf einer Fehlinterpretation des Ortsnamens beruhen, geben die weisse Oberentfelder und die braune Unterentfelder Ente alle drei Jahre einem grossen gemeinsamen Dorf- und Jugendfest seinen sympathischen Namen: «Äntefescht».

Am Donnerstagabend ist mit einem Beizlifest der Aufgalopp zur 5. Ausgabe erfolgt. Gestern Freitag wurde der Anlass offiziell eröffnet. Am Samstagmorgen, 9.30 Uhr nimmt der Festumzug – Motto «Zauberhaft» – Kurs auf den Festplatz, der sich bei den Schulanlagen Isegüetli in Oberentfelden befindet.

Seit gut anderthalb Jahren habe man daran gearbeitet, «dass der Entfelder Bevölkerung ein tolles Fest geboten werden kann», sagte Alfred Stiner, Präsident des Organisationskomitees, gestern Abend in seiner Festansprache. «Auch das diesjährige Fest», so der OK-Präsident, «soll ein beschauliches, gemütliches Fest mit Herz sein – ein Fest für kleine und grosse Entfelderinnen und Entfelder und natürlich auch für Gäste aus nah und fern.

Betrieb herrschte am Donnerstag vor allem im Lunapark.

Betrieb herrschte am Donnerstag vor allem im Lunapark.

Ueli Wild

Auch heute noch, stellte Stiner fest, feierten die beiden Gemeinden grosse Feste zusammen und die daran Beteiligten trügen dazu bei, dass aus dem einstigen Hof «Endiveld» – unter diesem Namen scheint Entfelden 965 in einer Urkunde Kaiser Ottos I. erstmals auf – «das geworden ist, was es heute ist – und dass es sich auch in Zukunft gut entwickelt».

Stiner sprach von «zwei Gemeinden, die ein kompaktes, vitales Bild abgeben und ihrer Bevölkerung vieles bieten», von «zwei Gemeinden, die eng miteinander verbunden sind und in vielen Bereichen miteinander zusammenarbeiten». Stiners Appell an die Gemeindeglieder: «Tragen wir Sorge zu unseren Gemeinden und halten wir weiterhin an unseren Werten fest, damit wir auch in Zukunft gemeinsame Wege beschreiten können.»

Tag der Jugend: Konzentration beim Tschoukball.

Tag der Jugend: Konzentration beim Tschoukball.

Ueli Wild

Das erste Mal ist prägend

Oberentfeldens Gemeindeammann Markus Werder wünschte den Anwesenden die Fähigkeit, am Äntefscht «loslassen zu können – loslassen vom Alltagsstress oder für ein paar Stunden die Sorgen vergessen und sich einfach am Fest freuen und die zauberhafte Atmosphäre geniessen». Hauptsache bei so einem Fest, fand Werder, sei, dass es Spass mache.

«Man kann mit vielen Leuten über Gott und die Welt diskutieren und man sieht viele Bekannte, denen man schon lange nicht mehr begegnet ist, und freut sich mit ihnen. Natürlich, räumte der Gemeindeammann ein, sei das eine reichlich Erwachsenen- und Beizli-lastige Sicht der Dinge. Dabei sei das Ganze doch auch ein Jugendfest. Ein solches, zeigte sich Werder überzeugt, hinterlasse bei allen, die erstmals teilnähmen, einen bleibenden Eindruck.

Wichtig sei deshalb, dass dieser positiv ausfalle. «Oder gibt es unter Ihnen jemanden, der sich nicht an eine Episode eines Jugendfestes erinnern kann?» Die erste Zuckerwatte, die erste Fahrt mit der Putschibahn? Und die Achterbahn sei doch einfach spitze gewesen: «Die Fliehkraft und die Dunkelheit haben auch bei zurückhaltenden Zeitgenossen das Ihre zum Körperkontakt beigetragen – es war einfach toll.»

Beim Aufgalopp am Donnerstagabend wurde das «Äntefescht» von den zeitweilig drohenden schwarzen Wolken verschont, doch wehte ein frischer Wind, der jene der 14 Beizli einladender erscheinen liess, die mehr Windschutz boten. Trotzdem wurde der Lunapark am Donnerstag deutlich stärker frequentiert als die Beizli – dies vor allem auch, weil die jüngere Generation überaus stark vertreten war. Diese war dann am gestrigen «Tag der Jugend» mit Spiel und Sport gefordert.