Aarau
Unvorhergesehene Schwierigkeiten: Aaredüker kostet 300000 Franken mehr

Die Erneuerung des Aaredükers wird mit 3,7 Mio. Franken abgerechnet. Bei Baubeginn war man noch von 3,4 Mio. Franken ausgegangen.

Hubert Keller
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Fertig und abgerechnet: Blick in den Schacht, der an die Sohle des unterirdischen Leitungssystems des Dükers führt. to

Fertig und abgerechnet: Blick in den Schacht, der an die Sohle des unterirdischen Leitungssystems des Dükers führt. to

Ein erhebliche Kostenüberschreitung entstand, weil das Verfahren geändert werden musste. Statt des Spülbohrverfahrens wurde das Microtunnelingverfahren angewendet.

Vom linken zum rechten Aareufer wurde unter dem Unterwasserkanal, der Zurlindeninsel und der Aare durch ein Stahlbetonrohr getrieben, in das zwei neue Abwasserleitungen sowie eine Wasserleitung der Industriellen Betriebe Aarau verlegt wurden. Das Unterführungssystem ist 250 Meter lang.

Bereits in der Startgrube in Küttigen hätten sich unvorhergesehene Schwierigkeiten ergeben, sagt Thomas Pfister vom Stadtbauamt, Abteilung Tiefbau. Zudem hätten die Geologen nicht damit gerechnet, dass unter der Aare eine Lehmschicht durchbohrt werden müsste. Diese hat, so Pfister, die Arbeiten zusätzlich erschwert und verzögert.

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Aarau reinigt nicht nur das Abwasser der Stadt, sondern auch jenes aus zehn Nachbargemeinden. Am Düker – die Bezeichnung stammt vom niederländischen «Duiker» (Taucher) – sind nebst Aarau die Gemeinden Biberstein, Erlinsbach und Küttigen beteiligt. Letztere trägt mit 45 Prozent den Hauptanteil der Kosten. Nach Abzug der Beiträge der drei Gemeinden links der Aare bleibt der Stadt Aarau eine Nettoinvestition von 994 000 Franken.

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