Aarau
Unverhofftes Glück: Der Tierpark Roggenhausen bekommt eine Million geschenkt

Der Wildpark Roggenhausen hat ein Legat in ungewöhnlicher Höhe erhalten. Ernst Paul Steiner (1924–2016), zuletzt wohnhaft gewesen im Aarauer Alterszentrum Herosé, hat dem «Roggi» eine Million Franken vermacht.

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Die Minipig-Dame ist nicht dick, sondern trächtig
13 Bilder
Reportage aus dem Tierpark Roggenhausen
Das Minipig-Mädchen ist klein wie ein Meerschwein, aber laut wie eine ausgewachsene Sau
Die Minipigs sind sich Menschen gewohnt und kommen ganz nah
Tierpfleger Ruedi Lindenmann sucht nach den frischgeborenen Mufflon-Lämmchen
Rothirsch Aaro sieht ohne Geweih nicht ganz so imposant aus
Nach zwei Stunden Arbeit gibt es Kafi und Ovi
Die Mufflons sind skeptisch und trauen sich nicht in die Nähe
Die Hühner bekommen ihre morgendliche Körnchen-Ration
Die Axishirsche sind so scheu, dass sie erst fressen, wenn der Tierpfleger weg ist
Die Arbeit als Tierpflegerin besteht zur Hauptsache aus Putzen
Die Appenzeller Barthühner-Küken sind frisch geschlüpft
Das Tierfutter muss in die Büchsen abgefüllt werden

Die Minipig-Dame ist nicht dick, sondern trächtig

Chris Iseli

Das ungewöhnliche Legat ist dem Jahresbericht 2017 des Vereins Wildpark Roggenhausen zu entnehmen. Das Legat wurde direkt unter dem langfristigen Fremdkapital verbucht und erscheint, anders als das ebenfalls 2017 eingegangene Legat von Marlies Fiechter-Graf aus Küttigen in der Höhe von 18 000 Franken, nicht in der laufenden Rechnung.

Die Millionenspende soll, wie Vereinspräsident Peter Heuberger auf Anfrage mitteilt, «für besondere Investitionsprojekte» verwendet werden. Das «Roggi» wird immer wieder mit Legaten bedacht, und dass diese für die Realisierung von Projekten verwendet werden, für die sonst die Ortsbürgergemeinde aufkommen müsste, hat Tradition. So konnte beispielsweise auch das Kaninchengehege finanziert werden.

Zu den ersten Nutzniessern des Millionenlegats könnten die Wildschweine im «Roggi» zählen. Peter Heuberger weist darauf hin, dass geplant ist, ihnen ein bisschen mehr Auslauf zu gönnen. Wie und wo ihr Territorium erweitert werden kann, sei aber noch «eine technische Knacknuss». Weil das Land auf Aargauer wie auf Solothurner Gebiet liegt, brauche es Bewilligungen beider Kantone, insbesondere, was den Wasserbau am Roggenhausenbach und Rodungen angehe, schreibt Heuberger im Jahresbericht des Vereins. (uw)

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