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Unterentfelden verliert, Lenzburg gewinnt: GastroAargau verlegt den Hauptsitz

GastroAargau zieht ins Lenzburger Quartier «Im Lenz».

GastroAargau zieht ins Lenzburger Quartier «Im Lenz».

GastroAargau verlegt seinen Hauptsitz und sein Kurszentrum ins Quartier «Im Lenz», direkten neben Bauknecht. «Es hat gerade gepasst. Wir schweben auf Wolke 7», so Bruno Lustenberger Präsident von GastroAargau.

Es sind sieben Vollzeitstellen, über 100 nebenamtliche Referenten und Experten sowie jährlich über 1000 Auszubildende: Sie alle gehen künftig nicht mehr nach Unterentfelden oder Baden, sondern nach Lenzburg. Denn GastroAargau bezieht auf dem ehemaligen Hero-Areal, dem heutigen «Im Lenz»-Quartier, neue Räume. Der Umzug ist für Ende 2019/Anfang 2020 geplant.

Bereits in den ersten Monaten des kommenden Jahres soll mit dem Mieterausbau begonnen werden. Wie viel er kosten wird, kann Gastro-Aargau-Präsident Bruno Lustenberger («Krone», Aarburg) noch nicht verraten. Es dürfte sich um einen Betrag in Millionen-Höhe handeln, da neben einfachen Kursräumen erhebliche Kochinfrastrukturen bereitgestellt werden müssen. Im Zentrum werden etwa die überbetrieblichen Kurse für angehende Köche und Restaurantfachleute angeboten. 2017 besuchten zudem 87 Personen die Wirtefachschule.

GastroAargau gehört zu den wichtigen Branchenverbänden im Aargau. Laut Jahresbericht 2017 repräsentiert er 1500 Gastwirtschaftsbetriebe mit 7500 Beschäftigten. Der Verband selber hat 1200 Mitglieder.

Lenzburg näher beim Bahnhof

GastroAargau hatte zwei Probleme: Erstens – und hauptsächlich – die vergleichsweise unattraktive Lage des Standorts in Unterentfelden (mit dem öffentlichen Verkehr schwer erreichbar). Zweitens die Tatsache, dass im BZU Bildungszentrum Unterentfelden eine grosse Sanierung ansteht, was einen vorübergehenden Umzug bedingt hätte. Vor diesem Hintergrund sei ihnen die Lösung in Lenzburg sehr gelegen gekommen, erklärt Präsident Lustenberger. «Es hat gerade gepasst.» Und: «Für uns ist das eine einmalige Chance.» Mehr noch: «Wir schweben auf Wolke 7.»

Das Aus- und Weiterbildungszentrum sowie die Geschäftsstelle von GastroAargau ziehen in den Gewerbebau auf der Südseite des Quartiers «Im Lenz». In das Haus, in dem sich seit 2016 der Hauptsitz von Bauknecht befindet. GastroAargau wird drei Etagen im seit der Bauvollendung leerstehenden Gebäudeteil beziehen. «Wir sind Rohbaumieter», erklärt Lustenberger. Das heisst, GastroAargau wird den Innenausbau finanzieren müssen, der im Verlaufe des kommenden Jahres gemacht werden soll.

Für das Quartier «Im Lenz» könnte der Zuzug von GastroAargau ein ganz wichtiger Kick sein. Es kommen Leute! Zuletzt ist im neuen Quartier (525 Wohnungen) die Klinik Skinmed von Doktor und AZ-Kolumnist Felix Bertram eröffnet worden (Tag der offenen Tür morgen von 10 bis 16 Uhr).

Was für Lenzburg ein Gewinn ist, ist vor allem für Unterentfelden und etwas weniger auch für Baden, wo GastroAargau seit einigen Jahren in der Berufsschule eingemietet ist, ein Verlust. Der Verband war seit rund 40 Jahren im BZU Bildungszentrum eingemietet. Und das Restaurant war ein beliebter Versammlungsort.

Das Gebäude, in dem sich auch die Bauschule befindet, ist im Besitz einer Stiftung. An ihr ist auch GastroAargau mit einem sehr kleinen Anteil beteiligt. Wie es mit dem renovationsbedürftigen Bau in Unterentfelden weiter geht, ist in Diskussion. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Stiftung verkaufen wird.

In den letzten Monaten mussten die beiden Entfelden bereits den Wegzug von Umdasch und die Ankündigung des Umzugs von General Electric (GE) verkraften.

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