Unterentfelden
Zweiter Wahlgang: Es kommt zur Kampfwahl für das Amt als Vizeammann

Marion Fischer (GLP) wurde frisch in den Gemeinderat gewählt, verpasste bei der Vize-Wahl das absolute Mehr aber knapp. Neu will aber auch die langjährige Gemeinderätin Lilian Däster (FDP) als Vizeammann gewählt werden.

Daniel Vizentini
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Wer wird die neue Frau Vizeammann? Links Marion Fischer (GLP), rechts Lilian Däster (FDP).

Wer wird die neue Frau Vizeammann? Links Marion Fischer (GLP), rechts Lilian Däster (FDP).

Zur Verfügung gestellt/Bildcollage dvi

Marion Fischer, Präsidentin der Grünliberalen Entfelden, versucht die Wahl als Vizeammann erneut. Beim ersten Wahlgang am 26. September gewann sie zwar gegen Martin Löffel (SVP) mit 545 zu 492 Stimmen, verpasste das absolute Mehr aber knapp um 28 Stimmen. Martin Löffel wurde nicht in den Gemeinderat gewählt und fällt somit aus dem Rennen.

Mit Lilian Däster (FDP) wird sie nun aber eine neue und vor allem erfahrene Kontrahentin haben: Seit acht Jahren ist sie Gemeinderätin, bei der Wiederwahl vor eineinhalb Wochen erhielt sie am zweitmeisten Stimmen hinter dem neu gewählten Gemeindeammann Alfred Stiner.

Vor dieser Wahl in den Gemeinderat sagte sie noch, es würde ihre letzte Amtszeit werden. Nun lässt sie dies aber wieder offen. Unterentfelden erlebe mit der Zukunftskonferenz aktuell eine «hochgradig spannende» Zeit. Und dadurch, dass ab 2022 drei von fünf Gemeinderäten neu sein werden, sei gerade ihr Erfahrungsschatz wichtig. Sie sagt:

«Gemeinderäte müssen Generalisten sein und nebst dem eigenen Ressort auch einen Überblick haben über die anderen.»
Gemeinderätin Lilian Däster (FDP) will noch eine letzte Amtszeit machen.

Gemeinderätin Lilian Däster (FDP) will noch eine letzte Amtszeit machen.

Daniel Vizentini

Betreffend der Wahl zum Amt als Vizeammann fühle sie sich deshalb «in der Pflicht gegenüber der Gemeinde». Dazu habe die FDP mit neu zwei Sitzen nun mehr Gewicht im Rat. «Die Situation ist nun anders.»

«Mein Wahlslogan ‹Fischer ist frischer› gilt noch immer»

Die SVP verlor bei den Wahlen ihre beiden Sitze gegen die FDP und die GLP – genau gegen Marion Fischer, die viel Einsatz im Wahlkampf zeigte und sich vornahm, frischen Wind in die Dorfpolitik zu bringen, gar bis zur möglichen Wahl als Vizeammann.

«Mein Wahlslogan ‹Fischer ist frischer› gilt noch immer», sagt Marion Fischer. Sie bestreitet nicht, dass sie als Vizeammann schnell viel Neues lernen müsste, traut sich dies aber zu. Alfred Stiner habe ihr bereits Unterstützung zugesichert. «Ich habe schon mehrfach bewiesen, dass ich mich schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann», sagt sie.

«Ich bin voller Energie und Ideen und kann mir sehr gut vorstellen, mein Amt als Gemeinderätin und Vizeammann für mehr als eine Legislaturperiode auszuüben.»
Marion Fischer (GLP, ganz rechts) beim Wahlpodium vor einem Monat.

Marion Fischer (GLP, ganz rechts) beim Wahlpodium vor einem Monat.

Daniel Vizentini

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