Kölliken

Unglückspilot machte eine Zwischenlandung – zwölf Kilometer vom Absturzort

Nach dem Flugzeugunglück von Kölliken tauchen neue Fragen auf. Der vorläufige Unfallbericht zeigt, dass der inzwischen verstorbene Pilot in Triengen zwischenlandete. Später fing sein Flugzeug Feuer, ehe er notzulanden versuchte.

Noch ist unklar, was am Sonntag vor einer Woche zum Absturz eines Kleinflugzeugs bei Kölliken geführt hat. Inzwischen liegt allerdings der Vorbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zum Unfall vor.

Aargau-Chef Fabian Hägler ist vor Ort und erklärt den Unfallhergang.

Aargau-Chef Fabian Hägler war am Unfalltag vor Ort und erklärt den Hergang.

Darin wird der Unfallhergang wie folgt beschrieben: «Im Verlauf einer Notlandung überrollt das Flugzeug eine Strasse und kollidiert dabei mit einem Personenwagen. Das Flugzeug wird durch einen Vollbrand zerstört.» Dies entspricht den Angaben der Polizei kurz nach dem Absturz und den Aussagen von Augenzeugen.

Einige von ihnen wollen auch bemerkt haben, dass das Flugzeug bereits in der Luft brannte und der Motor stotterte oder komische Geräusche von sich gab.

Kleinflugzeug stürzt bei Kölliken ab: Augenzeugen filmten die Unfallstelle bei der Autobahnausfahrt Suhrentalerstrasse.

Kleinflugzeug stürzt bei Kölliken ab: Augenzeugen filmten die Unfallstelle bei der Autobahnausfahrt Suhrentalerstrasse.

Zu diesen Vermutungen findet sich nichts im Vorbericht – allerdings enthält dieser ein Detail, das bisher nicht bekannt war. So wird der Startort der Unglücksmaschine im Bericht mit Triengen LU angegeben, während die Kantonspolizei Aargau nach dem Absturz mitteilte, der Pilot sei mit seinem Eigenbau-Flugzeug in Grenchen SO gestartet.

Sandra Zuber, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, sagt auf Anfrage der az: «Der Verunfallte ist ursprünglich in Grenchen gestartet und hat in Triengen einen Zwischenstopp eingelegt.»

Unglückspilot wollte zuerst auf dem Fussballplatz landen, doch der war von den Junioren des FC Kölliken besetzt.

Unglückspilot wollte zuerst auf dem Fussballplatz landen, doch der war von den Junioren des FC Kölliken besetzt.

Hat der Pilot ein technisches Problem festgestellt und sich deshalb zur Zwischenlandung in Triengen, nur zwölf Kilometer Luftline vom Absturzort, entschieden? Eine entsprechende Mail-Anfrage liess die Untersuchungsstelle Sust am Montag unbeantwortet.

Auch für die Untersuchung zuständige Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm kann derzeit keine weiteren Auskünfte geben: «Die Akten sind noch bei der Polizei», sagt Sprecherin Sandra Zuber.

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