Am 26. Januar krachte eine Autolenkerin auf der schmalen Aarebrücke zwischen Rohr und Biberstein in das Brückengeländer. Sie hatte die Kontrolle über ihr Auto verloren. Das Geländer rettete die Autolenkerin vor dem Sturz in die Aare. Die Frau kam laut der Kantonspolizei Aargau mit dem Schrecken davon. Jedoch beschädigte das Auto dadurch das Geländer. Das Stadtbauamt stellte am gleichen Tag notdürftig Abschrankungen vor die verbogenen Stangen.

Über einen Monat nach dem Unfall das gleiche Bild: Rot-weisse Holzbretter verdecken die Unfallstelle. Wieso werden die defekten Geländerstangen nicht ersetzt?

Für die Reparatur zuständig ist Thomas Bircher. Er arbeitet für das Kraftwerk Rupperswil-Auenstein, unweit von der beschädigten Brücke. Als ihn die Kantonspolizei über den Unfall informierte, kontaktierte er umgehend die Brändli Metallbau GmbH in Auenstein. Dies gelang jedoch nicht, denn wenige Tage zuvor hatten in der Metallbaufirma die Betriebsferien begonnen. Somit verzögerte sich die Reparatur um mehrere Wochen.

Stahlstangen müssen in Zinkerei

Seit einer guten Woche arbeiten Brändli und sein Team wieder. Doch bis das defekte Geländestück vollständig ersetzt ist, dauert es noch: «Ich gehe davon aus, dass die Reparatur in 14 Tagen fertiggestellt ist», sagt Brändli. Ersetzt werden müssen zwei Metallpfosten und drei Metallrohre. «Ein Teil der Arbeit ist gemacht», so Brändli. Sind die schwarzen Stahlpfosten fertig geschweisst, werden sie zur Zinkerei gebracht. «Es dauert eine Woche, bis die Stangen wieder verzinkt zurück bei uns sind», so der Metallbauer.

Erst dann kann er das defekte Geländer ersetzen. Zuerst wird Brändli und sein Team die verbogenen Stangen entfernen. «Dann werden die zwei neuen Pfosten aufgeschraubt und die Metallrohre hineingeschoben.» Die Arbeiten auf der Brücke dauern einen Tag, die Brücke muss nicht gesperrt werden.