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Unbefriedigende Situation: Kantonsspital Aarau plant den Bau eines Parkhauses

Das Parkhaus (M.) wird zwischen dem alten Parkhaus und dem neuen neben dem Therapiehaus (r) erstellt.

Das Parkhaus (M.) wird zwischen dem alten Parkhaus und dem neuen neben dem Therapiehaus (r) erstellt.

Baugesuch für ein 12 Mio. Franken teures Gebäude in Aarau eingereicht: Es soll 465 zusätzliche Parkplätze bringen.

Die Parkplatzsituation rund um das Kantonsspital Aarau (KSA) ist unbefriedigend: Die Besucher müssen ihre Fahrzeuge in einem alten, engen Parkhaus abstellen. Und das zu sehr hohen Tarifen – das KSA hat darauf keinen Einfluss, weil die Anlage Privaten gehört (mit Vertrag bis 2029).

Für die KSA-Angestellten, die zu einem schönen Teil im Schichtbetrieb rund um die Uhr tätig sind, ist die Situation noch schwieriger. Für sie hat es viel zu wenige Parkplätze. Aktuell gibt es eine Liste mit fast 700 Wartenden – bei einer Wartezeit von fünf Jahren.

«Erhebungen haben ergeben, dass rund 200 Mitarbeitende im Umfeld des KSA selber privat Parkplätze angemietet haben. Und weitere 200 bis 250 Personen stellen ihr Fahrzeug im öffentlichen Strassenraum ab – bei entsprechendem Suchverkehr» erklärt Sergio Baumann, Leiter Betrieb des KSA.

Aus rechtlichen Gründen, wegen des Vertrags mit dem privaten Investor, kann das Spital keine weiteren Besucherparkplätze bauen. Aber ein Mitarbeiter-Parkhaus ist möglich. «Das brauchen wir, damit wir als Arbeitgeber weiterhin attraktiv bleiben, um das Quartier vom Suchverkehr zu entlasten und um die ganze Verkehrssituation rund um das Kantonsspital optimieren zu können», erklärt KSA-Verwaltungsratspräsident Peter Suter.

Die Bauprofile wurden am Montag aufgestellt

Das neue Parkhaus soll westlich neben dem Bestehenden errichtet werden, 12 Millionen Franken kosten und zusätzliche 465 Parkplätze schaffen (das KSA hat heute insgesamt 1000 Parkplätze). Die Bauprofile sind am Montag aufgestellt worden, die Baugesuchsunterlagen wurden der Stadt Aarau gestern übergeben.

Das Gebäude ist leicht (anderthalb Geschosse) im Boden versenkt. Es wird 15 Meter hoch, also nicht höher als das unmittelbar benachbarte, neue Therapiehaus an der Tellstrasse. Es kommt dorthin zu stehen, wo sich heute ein ebenerdiger Parkplatz befindet.

Damit das Gebäude nicht künstlich belüftet werden muss, sind drei seiner vier Holzfassaden teilweise (25 Prozent) offen. Nur die südliche, gegen das Wohnquartier ausgerichtete Fassade ist aus Akustikgründen ganz geschlossen.

Die Erschliessung erfolgt teilweise über die Südallee und den stark überlasteten Gais-Knoten. Zudem haben die KSA-Angestellte (wenn sie den Badge dabei haben), die Möglichkeit, durch das Gönhardquartier zuzufahren. Das Quartier ist eigentlich mit einem Fahrverbot belegt.

Neu soll den KSA-Angestellten gemäss einem Expertenbericht empfohlen werden, über die Heinerich-Wirri-Strasse zuzufahren. Die Wegfahrt soll am Gönhard-Schulhaus vorbei erfolgen. Laut Umweltverträglichkeitsgutachten spricht nichts gegen den Bau des Parkhauses. Die eigentliche Bauzeit dürfte ein Jahr dauern.

Baugesuch für Spitalneubau wird im Juni aufgelegt

Das Parkhaus ist Teil der Gesamterneuerung des KSA: Hauptvorhaben ist der 563 Millionen Franken teure Bau des neuen Spitalgebäudes («Dreiklang»). Er ist laut Baumann auf Kurs. Die Auflage des Baugesuches dürfte im Juni erfolgen.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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