Region
Umstrittene Steuererhöhungen und abgelehnte Einbürgerungen

In den Bezirken Aarau, Lenzburg, Kulm und Zofingen haben am Donnerstagabend einige Gemeindeversammlungen stattgefunden. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Geschäfte und Beschlüsse von Burg, Attelwil, Suhr, Unterkulm, Fahrwangen und Dintikon.

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Die Gemeindeverwaltung Attelwil schliesst im nächsten März.

Die Gemeindeverwaltung Attelwil schliesst im nächsten März.

Mario Heller

Die Burger Gemeindeversammlung hat ohne Diskussion dem Budget 2016 mit einer Steuerfusserhöhung um 3 Prozent auf 122 Prozent zugestimmt. Anwesend waren 45 von 538 total Stimmberechtigten. Ja sagten sie auch zum Kreditbegehren von 870 000 Franken für die Sanierung der Turnhalle. Ebenfalls genehmigt wurde ein Verpflichtungskredit in der Höhe von 655 000 Franken für die erste Sanierungsetappe der Dorf- und Furkastrasse, inklusive Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitung. Die Stimmberechtigten sagten zudem Ja zu einem Kredit über 40 000 Franken für ein Vorprojekt für das Reservoir der Wasserversorgung Burg.

An der Gemeindeversammlung Attelwil waren 36 von total 216 Stimmbürgern anwesend. Neben dem Protokoll der letzten Gmeind stand einzig noch das Budget 2016 auf der Traktandenliste. Es wurde mit einem unveränderten Steuerfuss von 98 Prozent einstimmig genehmigt. Der Gemeinderat rechnet aber durch die neue Finanz- und Lastenausgleichgesetzgebung mit einer massiven Steuerfusserhöhung ab dem Jahr 2017. Informiert wurde zudem über die Neuorganisation der Gemeindeverwaltung Attelwil. Diese wird ab 1. April 2016 nach Reitnau und Moosleerau ausgelagert.

Die Suhrer Gmeind, die von 320 der insgesamt 5419 Stimmberechtigten besucht wurde, hat die vom Gemeinderat beantragte Steuerfusserhöhung um 8 auf 113 Prozent abgelehnt. Mit 217:79 Stimmen gab der Souverän dem FDP-Antrag, den Steuerfuss bei 105 Prozent zu belassen, den Vorzug. Das Budget 2016 mit dem unveränderten Steuerfuss wurde klar gutgeheissen. Es sieht in der Erfolgsrechnung ein negatives operatives Ergebnis von 751 200 Franken und ein positives Gesamtergebnis von 952 300 Franken vor. In der Investitionsrechnung wird ein Fehlbetrag von 9 545 500 Franken budgetiert. Ja sagte der Souverän auch zum Baukredit von 2 270 000 Franken für die Realisierung des Mischwasserbeckens im Bereich des Alten Badiweges.

Die Dintiker haben zehn von elf Einbürgerungswilligen das Ja verweigert. Nur dem Gesuch eines Deutschen wurde zugestimmt, eine russische und eine mazedonische Familie jedoch abgelehnt. Schon im vergangenen Jahr war einer Person die Einbürgerung verwehrt worden. Die Stimmberechtigten (anwesend waren 89 von 1299) haben die Sanierung der Werke und der Oberdorf- sowie Hinterdorfstrasse mit 1,3 Mio. Franken gutgeheissen. 180 000 Franken werden in die Gesamtrevision der Bau- und Nutzungsordnung investiert. Bewilligt wurde zudem eine neue 50 Prozent-Stelle für das Bauamt. Das Gebührenreglement für die Entschädigung von Einsatzkosten im Feuerwehrwesen wird angepasst.

Die Fahrwanger Stimmberechtigten (anwesend waren 84 von total 1286) genehmigten einen Nachtragskredit für die laufende Sanierung der Mehrzweckhalle. Das Vorhaben, für das im Sommer 2014 450 000 Franken gesprochen worden waren, erwies sich als kostspieliger als ursprünglich geplant, vor allem wegen unvorhergesehener Mängel. 205 000 zusätzliche Franken wurden nun beantragt und gutgeheissen. Angenommen wurden auch zwei wegen früherer Rückweisungsanträge überarbeitete Bereiche der Nutzungsplanung, der Beitrag ans Feuerwehr-Pionierfahrzeug und das Budget mit einem gleich bleibenden Steuerfuss von 118 Prozent.

Die Unterkulmer Gemeindeversammlung sprach sich deutlich für die definitive Einführung der Schulsozialarbeit an der Kreisschule Mittleres Wynental und an den Primarschulen Unterkulm, Oberkulm und Teufenthal aus. Auch die Pensenerhöhung um 60 Prozent wurde genehmigt. Es waren 86 von total 1732 Stimmberechtigten anwesend. Folgende Kreditbegehren wurden gutgeheissen: 335 000 Franken für Probebohrungen für ein neues Grundwasserpumpwerk und 561 000 Franken für die Sanierung der Knubelstrasse. Genehmigt wurden auch das Budget 2016 mit Steuerfuss von 118 Prozent sowie 200 Stellenprozente für die selbständige Führung des Sozialdienstes. (ran/uw/nro)

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