Vor knapp eineinhalb Jahren haben Marco Bella (45) und Sandra Rey (32) die «Manofattura del Gusto» an der Tramstrasse eröffnet. Das Konzept: hausgemachte, traditionelle italienische Produkte ohne Geschmacksverstärker, Konservierungs- und Farbstoffe. Essen wie bei Mamma, entweder in der Trattoria, zum Mitnehmen aus dem Shop oder zum Bestellen als Take-away. Ein Angebot, das Kunden aus der ganzen Region anzieht, bis heute ist die Erfolgswelle vom Beginn noch nicht abgeebbt. «Die ‹Manofattura› läuft ausgesprochen gut», sagt Marco Bella.

Doch wer sich aktuell ein bisschen Italien nach Hause holen möchte, steht vor verschlossenen Türen. Anschliessend an die Betriebsferien haben Bella und Rey eine Umbauphase angehängt, bis zum 13. September bleibt das Lokal zu. Das gibt zu Spekulationen Anlass. Ein Umbau so kurz nach Eröffnung? Was wird wohl alles anders, fragen sich die Gäste.

Die Antwort: Verändern wird sich in der «Manofattura» einiges. Und zwar nicht nur baulich. Marco Bella: «Wir machen einen Neustart.»

Fleisch muss her

Hinter den Kulissen hat sich einiges getan. Allzu viel gehöre nicht an die Öffentlichkeit, nur so viel: «Gastronomie ist Leidenschaft, und dieses Lokal ist mein Baby», sagt Bella. «Wer diese Leidenschaft nicht teilt und mitträgt, ist in meinem Betrieb am falschen Ort.» Er habe deshalb sein Team neu aufstellen müssen. Doch auch diesmal ist er seinem Konzept «hausgemacht italienisch» treu geblieben: Künftig werden zwei Süditaliener in der Küche und am Pizzaofen stehen.

Veränderungen betreffen auch die Speisekarte. Der Fokus auf das Hausgemachte sei in den letzten Monaten etwas zu kurz gekommen. «Darauf wollen wir wieder zurückkommen, das ist unser Konzept.» Neu kommen Fleischgerichte auf die Karte, Filet, Entrecôte und Pouletbrüstli, dazu vermehrt Fisch. Bislang setzte das Lokal hauptsächlich auf Sugo, Pasta, Antipasti und Pizza. «Wir hatten eine grosse Nachfrage nach Fleischgerichten», erklärt Marco Bella diesen Entscheid. Und weil er weiss, wie wichtig es ist, den Gästen genau zuzuhören, reagiert er.

Nicht umsonst hat sich Marco Bella zu einem der erfolgreichsten Gastronomen im Raum Aarau hochgearbeitet. Gemeinsam mit Partnerin Sandra Rey betreibt er seit 2010 auch den Pizza-Partyservice und Cateringbetrieb «Pizzacar.ch», ausserdem seit 2016 den «Sushi Kurier Aarau» sowie seit April 2018 das Sushi-Restaurant Sushi e più in Hunzenschwil. Pro Jahr werden ihre Cateringunternehmen für bis zu 1000 Veranstaltungen gebucht, manchmal bis zu 20 an einem Wochenende. Gerade standen die beiden am Heitere Open Air fünf Tage im Einsatz.

Die dritte Veränderung ist baulicher Art: Im Lokal werden eine Klimaanlage, eine Lüftung sowie eine Schalldezimierung eingebaut. Denn weil das Lokal mit knapp 25 Innensitzplätzen relativ klein ist (dazu 20 Aussensitzplätze), wurde es jeweils auch entsprechend laut. Ausserdem wird das Lokal neu gestrichen, es gibt neue Tische und neues Geschirr. Bella: «Wer als Gastronom erfolgreich sein will, muss nicht nur auf seine Gäste hören, sondern auch investieren.» Wiedereröffnung gefeiert wird am 14. und 15. September 2018.

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