Das Rockwell-Gebäude ist gesprengt! Die Sprengung verlief programmgemäss. Einzig einige Zuschauer wollten die Gefahren rund um das Gebäude nicht erkennen.

So hatten sie sich noch kurz vor der Sprengung im Gefahrenbereich aufgehalten und mussten von der Polizei aufgefordert werden, mehr Abstand zu nehmen. Es kam deshalb zu einer Verspätung von rund zehn Minuten. Dann, um 2.10 Uhr kam es zum grossen Chlapf.

Das Video: Die Sprengung des Sprecherhofs

Das Video: Die Sprengung des Sprecherhofs

Rund um den Sprengort hatte sich ein kleines Volksfest mit Grill- und Getränkeständen entwickelt. Hunderte von Zuschauern verfolgten den spektakulären Gebäudeabbruch vor Ort.

Sprengmeister Walter Weber war mit seiner Arbeit zufrieden, wie er kurz nach der Sprengung sagte. Die einzelnen Teile des aus den sechziger Jahren stammenden Gebäudes seien in der richten Reihenfolge explodiert und das Gebäude als solches sei auf die richtige Seite gekippt.

Bedeutend weniger Staub als erwartet

Nach dem ersten Warnsignal um genau 2 Uhr dauerte es rund zehn Minuten, ehe drei weitere, kurze Hornstösse das Zünden der 1500 Sprengladungen ankündigte.

Innerhalb weniger Sekundenbruchteile kam es zu mehreren Teilexplosionen und zum Zusammenbrechen des ganzen Hochhauses. Total wurden 75 Kilo Sprengstoff verwendet.

Die 5000 Tonnen Beton und Stahl verschwanden zuerst in einer riesigen Staubwolke. Doch schon nach zehn Minuten hatte sich der Staub wieder gelegt. Weil das Gebäude vorgenetzt werden konnte, habe es bedeutend weniger Staub gegeben als erwartet, sagte Sprengmeister Weber.

Sprengung lockte zahlreiche Schaulustige an

Sprengung lockte zahlreiche Schaulustige an

Billiger als ein konventioneller Abbruch

Die Sprengung kostete rund 1,5 Millionen Franken und war damit billiger als ein konventioneller Abbruch. Jetzt könne der Rest des Gebäudes gefahrenlos abgetragen werden, machte Weber Reklame für diese Art von Rückbau.

Seine nächste Arbeit besteht darin, im Kanton Glarus 8000 Kubikmeter Fels wegzusprengen.

Der Sprengort befand sich inmitten eines Wohn- und Geschäftsquartiers zwischen dem Bahnhof und dem Kantonsspital Aarau.

Anstelle des so genannten Sprecherhofes oder Rockwell-Hochhauses, wie das Gebäude genannt wurde, wird ein neues Hochhaus gebaut.

In unmittelbarer Nähe soll auch das neue Stadion des FC Aarau realisiert werden.

Sie bevorzugten den Schlaf und haben die Sprengung verpasst? Lesen Sie hier den az-Live-Ticker nach. (sda/sha)