Aarau
UBS Kids Cup – Sprinten, springen und schreien für das Team

Über 300 Kinder haben an der Vorausscheidung des UBS Kids Cup in der Schachenhalle teilgenomman. Die Organisatoren des BTV Aarau zogen ein positives Fazit und freuten sich über die Erfolge des Heimteams.

Seraina Ummel
Merken
Drucken
Teilen
Vorausscheidung des UBS Kids Cup in Aarau
8 Bilder
Auch Geschicklichkeit wurde getestet.
Tim Suter, 9, Gränichen «Beim Team Cross jedoch werden die Kleinen immer von den Grösseren geschubst.»
Sophia Wells, 10, Aarau «Mir gefällt der Ringlisprint am besten. Dafür haben wir seit den Weihnachtsferien geübt»
Nora Gmür, 13, Schöftland «Am spannendsten finde ich den Team Cross, weil nicht nur die Leistung eines Einzelnen zählt.»
Alessandra Albisser, 10, Kleindöttingen «Den Hindernislauf mag ich am liebsten weil man nur als Team gewinnen kann.»
Valentina Rosamilia, 10, Hunzenschwil «Mir gefallen alle Disziplinen.»
Fabrice Schwegler, 10, Villmergen «Am anspruchvollsten ist der Biathlon.»

Vorausscheidung des UBS Kids Cup in Aarau

Seraina Ummel

Gekreische war zu hören und unter den Füssen vibrierte der Hallenboden, in der Luft hing der Geruch von Hotdogs und Ehrgeiz.

Die Atmosphäre glich einem Superzehnkampf im Hallenstadion – mit nur einem Unterschied: Es waren keine sehnigen Spitzensportler, sondern 333 Kinder, die am Sonntag in der Aarauer Schachenhalle bei der Vorausscheidung des UBS Kids Cups um Podestplätze kämpften.

Die Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen 8 und 15 Jahren traten in den vier Disziplinen Sprint, Sprung, Biathlon und Team-Cross gegeneinander an. Je nach Alter wurde mehr Können, Risikobereitschaft oder Geschicklichkeit verlangt.

So nahm beispielsweise die Kategorie U16 am Risikosprint teil, bei welchem sie ihr Können selber einschätzen und sich bei unterschiedlich weit vom Ziel entfernten Markierungen aufstellen konnten.

Gesprintet wurde während vier Sekunden – vier Sekunden, innert derer die Ziellinie überquert werden musste. Wem dies gelang, sammelte wertvolle Punkte für die Gesamtwertung seines Teams.

Eltern übertönen Lautsprecher

Organisiert und durchgeführt wurde dieses Event von der Leichtathletikriege des BTV Aarau. Für Fabian Minder, Organisator des Events, war der Tag eine Herausforderung. Der Aufwand jedoch habe sich gelohnt: «Alles ist reibungslos abgelaufen, und wir können einen tollen sportlichen Event verzeichnen», sagt er.

Verausgaben konnten sich nicht nur die Helfer und Kinder in der Halle, sondern auch die Eltern auf der Tribüne. Lauthals feuerten sie ihren Nachwuchs an und übertönten dabei nicht selten die Lautsprecherstimme des Speakers.

Vor allem bei der letzten Disziplin, dem Team-Cross, wurde die Halle zu einer tobenden Arena. Während die Athleten unter Matten durchkrochen oder über Bänke sprangen, spornten die wartenden Teammitglieder ihre Läufer an.

Nach einer meist geglückten Übergabe lief der Nächste dann mit einem Stab in der Hand eine Runde, bis jeder im Team zwei Runden des Hindernisparcours absolviert hatte.

Aarau mit acht Teams weiter

Die meisten Podestplätze des Tages konnte der BTV Aarau ergattern, der mit zwölf Teams am Start war und mit acht davon weiter an die regionale Ausscheidung reisen darf. Geehrt wurden auch die drei besten Teams jeder Altersklasse mit einer Medaille und einem Ticket für den Regionalfinal am 23. Februar in Wettingen.

An jener Ausscheidung wiederum werden die beiden besten Teams pro Kategorie definiert, welche sich mit den stärksten des Landes am Schweizer Final messen werden. Dieser findet am 22. März in Thun statt.

Wer die Schachenhalle am Sonntag verliess, tat das mit vom Anfeuern heiserer Stimme. Und die jungen Sportler schwärmten davon, dass für einen Tag nicht ihre Einzelleistung im Vordergrund stand, sondern das Erlebnis als Team.