Aarau
Überraschung: Der «Träumer» gibt ein Comeback

Sie verschwand 2007 in der Versenkung und kommt nun wieder zum Einsatz: Die Bronzeskulptur «Der Träumer». Sie wird vor der Aarauer Reithalle aufgestellt. Das steht im Baugesuch für den Umbau der Halle in ein Veranstaltungshaus.

Urs Helbling
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«Der Träumer» lag jahrelang zwischengelagert im Zeughaus in Aarau.
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Bis 2007 stand die Skulptur auf dem Bahnhofplatz.
«Der Träumer» Aarau

«Der Träumer» lag jahrelang zwischengelagert im Zeughaus in Aarau.

Jiri Vurma

Im Juni sagten die Aarauer Stimmbürger Ja zum 20,45 Millionen Franken teuren Umbau der Reithalle der ehemaligen Kavalleriekaserne. Jetzt liegt das Baugesuch auf (bis zum 29. Oktober). Es enthält eine Reihe von wichtigen Details. Etwa, dass in der Halle von 7.00 bis 0.15 Uhr gearbeitet werden darf. Aber auch eine ganz grosse Überraschung: Die Bronzeskulptur «Der Träumer» wird aus der Versenkung geholt. Von 1972 bis 2007 thronte sie über dem Bahnhofplatz, musste dann aber dem Neubau des Bahnhofs weichen. Der «Träumer» verschwand in einem Depot. Wenn keine Einsprachen oder sonstige Verzögerungen dazwischen kommen, wird er übernächstes Jahr an die Luft geholt. Der «Träumer» kommt vor die Alte Reithalle zu stehen. Als Eyecatcher, den man von der Bahnhofstrasse aus sieht – in der Verlängerung der Passage zwischen NAB und «Einstein». Der «Träumer» wird nicht mehr auf vierkantiger Stahlsäule sein, sondern auf einem 5,8 Meter hohen Sichtbetonsockel.

Halle wird 70 Zentimeter höher

Vom Baubewilligungsverfahren für den Umbau in der Alten Reithalle in ein Veranstaltungslokal für Konzert, Tanz und Theater ist zwischen dem Apfelhausenweg und der Kaserne nichts zu sehen. Auf eine Profilierung wurde verzichtet – auch wenn der First 70 Zentimeter höher wird, weil über der historischen Dachkonstruktion ein neues Doppeldach erstellt wird (gedeckt mit den bestehenden Ziegeln). «Das Doppeldach löst die die bestehenden Unzulänglichkeiten bezüglich Statik, Wärme-, Kälte- Schallschutz», heisst es in den Unterlagen zum Baugesuch.

Für die Architekten waren die Fenster eine Knacknuss. «Die historischen Reithallenfenster werden, wo immer möglich, restauriert und ertüchtigt, wo notwendig rekonstruiert», steht im Baugesuch. «Dabei werden Gläser mit stark verbesserten Wärme- und Schalldämmwerten eingebaut.» Es gibt eine 2-fach-Isolierverglasung. «Die ertüchtigten Fenster lassen sich für Reinigungsarbeiten weiterhin öffnen, bleiben im Betrieb jedoch geschlossen.»

Für die Anwohner von Bedeutung sein dürfte auch der Wegfall von 18 Parkplätzen entlang des Apfelhausenwegs. Von dorther werden die Besucher durch fünf Türen in die Alte Reithalle eintreten.

Ambitionierter Zeitplan

Die Reithalle bekommt keine fest installierte Gastronomie. Während der Pausen stehen den Besucher drei mit Getränken, kalten Speisen etc. bestückte Catering-Handwagen zur Verfügung. Als «Bordküche» dienen die Stallungen. Die «Bar im Stall» bekommt eine neue Bar und wird künftig maximal 200 Personen aufnehmen können. Sie wird gemäss Baugesuch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen bis 2 Uhr geöffnet haben (sonst bis 0.15 Uhr).

Der Zeitplan für den Umbau ist ambitioniert, die Eröffnung für den 10. 10. 2020 geplant. Das ist nur möglich, wenn es jetzt gegen das Baugesuch möglichst keine Einsprachen gibt.

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