Buchs
Überbauung soll Zentrum von Buchs aufwerten

Die Wohnsiedlung im Buchser Oberdorf heisst «Keiserpark» – benannt nach dem Ehepaar, welches die Grundstücke über Jahre zusammenkaufte. Dort sollen fünf Wohnbauten entstehen.

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Ein Arbeiter verschweisst den Grundstein – eine Kiste mit Dokumenten über die neue Überbauung. kus

Ein Arbeiter verschweisst den Grundstein – eine Kiste mit Dokumenten über die neue Überbauung. kus

Grosse Überbauungen, wie jetzt eine in Buchs entsteht, sind in und um Aarau selten geworden. Dass mitten in Buchs 1,3 Hektaren Land bebaut werden können, ist dem Ehepaar Rita und Werner Keiser zu verdanken, welche während mehr als 30 Jahren die Grundstücke im Oberdorf mit den alten Liegenschaften aufkauften. Ursprünglich dachten sie an neue Einfamilienhäuser, doch Peter Frei von den Frei Architekten konnte sie von einer besseren Ausnutzung des zentral gelegenen Landes überzeugen und nannten die Überbauung «Keiserpark». Das Projekt samt Land verkauften sie der Anlagestiftung Ecoreal aus Zürich. Dadurch könne nun hier ein neues Quartier entstehen, sagte Manuel Otter von der Generalunternehmung Allreal bei der gestrigen Grundsteinlegung.

Das Gelände liegt direkt vis-à-vis dem Gemeindesaal. Wie die davor liegende Brache besser als Dorfzentrum genutzt werden kann, dafür konnten noch keine Lösung und auch keine Investoren gefunden werden. Buchs ist bis heute ein Streudorf ohne richtiges Zentrum.

Nun soll laut Architekt Peter Frei zumindest der «Keiserpark» mit den 6 kubischen, fünfgeschossigen Bauten einen «öffentlichen Charakter» bekommen. Dies, obwohl nebst den total 94 Wohnungen nur ein Gewerbelokal eingeplant ist. «Das Wegnetz um die Bauten soll zum Durchqueren des Areals einladen», so Frei. Die Zwischenräume mit einem grossen Spielplatz und Sitzgelegenheiten seien ein Beitrag zum Zentrumsleben.

Wohnbauten nach Themen

Die Fassaden der fünf Wohnbauten werden vier Brauntöne tragen. Sie sind zudem aufgeteilt in fünf Themenbereiche: Im «urbanen» Haus dominiert der Sichtbeton, im «polychromen» die Farben Corbusiers, in den beiden «ornamentalen» Häusern sind die Tapeten entsprechend und in den beiden «klassischen» wurde der zeitlose Eichenboden verlegt.

Das Bauvolumen beträgt rund 30 Millionen Franken. Die Wohnungen sollen im mittleren Preissegment liegen und im September 2013 bezugsbereit sein.

Die Überbauung liegt auf dem Gelände eines ehemaligen römischen Gutshofes aus dem 2. Jahrhundert. Dessen Grundmauern wurden beim Aushub entdeckt und von der Kantonsarchäologie vermessen. Sie mussten aber dem neuen Fundament weichen.