Zur Zeit der Türöffnung bleibt den Türstehern die Arbeit erspart, und um Mitternacht ist das Bild kein anderes. Nur vereinzelt stehen Jugendliche, die darauf warten, dass sich der Saal füllt oder zumindest die Band bald beginnt.

Doch erst mit einer Stunde Verspätung startet das Konzert der Band Solange La Frange vor einer annähernd leeren Tanzfläche. Nur etwa 30 Musikfreunde reihen sich vor der Bühne auf, um die Artisten zu unterstützen. Die Musiker aus dem Kanton Waadt geben alles, doch jeglicher Einsatz scheitert am kleinen Publikum. Es sind zu wenige gekommen, um dieses Konzert zu würdigen.

Doch wo ist die Party-Meute? Ein Spaziergang durch die Altstadt gibt Antworten: «D’Garage» hat so viele Kunden, dass man kaum dazu kommt, ein Getränk zu bestellen. In der Rathausgasse stehen Menschen an, um im «Boiler» zu feiern. Im «3. Stock», der «Je t’aime»-Bar oder der «Tuchlaube» ist kein Platz mehr, um in Ruhe etwas zu trinken. In der ganzen Stadt hört man Stimmen, Musik und Gelächter.

Aber keiner scheint sich zu kümmern, was am Ufer der Aare stattfindet. Die Werbung kann nicht schuld sein, da an diversen Bushaltestellen in der Region die Plakate hingen, wie üblich. Es ist noch nicht allzu lange her, da war das Jugendkulturhaus Flösserplatz jeden Freitag und Samstag annähernd ausverkauft.