Ein 24-Jähriger Hooligan stand am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Aarau. Er hatte sich im November 2014 mit anderen Fussball-Hooligans im Bahnhof Aarau eine Massenschlägerei geliefert.

Damals waren Zürcher FCZ-Fans mit dem Extrazug auf der Heimreise aus dem Wallis, als sie am Bahnhof Aarau die Notbremse zogen. In der Folge prügelten die Hooligans beider Fussball-Clubs aufeinander ein - mittendrin der Angeklagte. Der Zugverkehr musste unterbrochen werden.

FCZ gegen FCA: Massenschlägerei im November 2014 am Bahnhof Aarau.

FCZ gegen FCA: Massenschlägerei am Bahnhof Aarau im November 2014.

Die Massenschlägerei vor zwei Jahren ist aber nicht das einzige Delikt des 24-Jährigen. Er ist vorbestraft wegen Drogenbesitzes und Sachbeschädigungen. Aufgrund der Vorstrafen forderte die Staatsanwaltschaft Aargau eine unbedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten. 

Der Hooligan zeigte sich vor dem Gerichtstermin reumütig und sagte gegenüber Tele M1: «Ich bereue meine Taten. Mit der Fussballszene habe ich heute nichts mehr zu tun.» Seit eineinhalb Jahren habe er sich auch nichts mehr zu Schulden kommen lassen. 

Das Urteil des Bezirksgerichts fiel mild aus: Der Hooligan kriegt zwar eine unbedingte, sechsmonatige Freiheitsstrafe - muss aber nichts ins Gefägnis. Er muss 720 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und eine Geldstrafe bezahlen. (nim)