Aarau
Trotz Missgeschick in die Playoffs

Nach dem Sieg in der Quali-Masterround beginnen für die 1.-Liga-Eishockeyspieler der Argovia Stars am Samstag die Playoffs.

Fabio Baranzini
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Argovia Stars
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Pascal Wittwer schiesst das 1:0 für die Argovia Stars.
«Wir sind bereit für die Playoffs», sagt Captain Kevin Barz.
Pascal Wittwer bleibt Liga-Topskorer.
Roman Unterluggauer trifft 66 Sekunden vor Spielende.
Boris Neher entwischt seinem Gegenspieler.

Argovia Stars

Fabio Baranzini

Es war ein Mammut-Programm, das die Argovia Stars zum Abschluss der unteren Quali-Masterround bestreiten mussten: sechs Spiele in nur elf Tagen. Das ging an die Substanz. «Das war schon ein sehr happiges Programm, aber dafür haben wir uns bereits an den hohen Rhythmus gewöhnt und sind bereit für die Playoffs», sagt Captain Kevin Barz.

Der 23-jährige Gretzenbacher hat allen Grund, den anstehenden Playoffs zuversichtlich entgegenzublicken. Die junge Mannschaft, welche die direkte Playoff-Qualifikation im Dezember nur knapp verpasst hatte, gab sich in der Quali-Masterround spielerisch keine Blösse und holte sich den ersten der drei noch zu vergebenden Plätze in den Top 8 der 1. Liga.
Das, obwohl am letzten Dienstag bekannt wurde, dass der Sieg gegen EHC Basel/KLH aberkannt wird, weil ein nicht spielberechtigter Akteur eingesetzt wurde. Ein Fehler, für den Sportchef Heinz Leuenberger in einer Mitteilung auf der Vereinshomepage die Verantwortung übernahm.

So kam vor dem Spiel am Dienstag nochmals Spannung auf. Die Aarauer, die die Quali-Masterround vermeintlich schon gewonnen hatten, mussten gegen den EHC Burgdorf plötzlich punkten, um sich den ersten Tabellenrang definitiv zu sichern. In einer ausgeglichenen Partie führten sie dank einem Treffer von Liga-Topskorer Pascal Wittwer bis zur 45. Minute mit 1:0.
Doch dann konnten die Gäste das Blatt wenden und mit 2:1 in Führung gehen. Damit wären die Aarauer auf Rang 3 zurückgefallen, denn Basel siegte gleichzeitig mit 6:1 gegen Adelboden und wäre wie Burgdorf an den Aarauern vorbeigezogen. Dank einem Treffer von Roman Unterluggauer auf Zuspiel von Boris Neher 66 Sekunden vor Spielende retteten sich die Argovia Stars in die Verlängerung und siegten knapp mit 3:2.

Drei Gründe für den Aufschwung

«Das war keine einfache Situation für mein Team, dass es im letzten Spiel gegen Burgdorf plötzlich wieder um den Sieg in der Quali-Masterround ging, von der wir eigentlich geglaubt hatten, wir hätten sie bereits gewonnen. Wir mussten die Spannung noch einmal aufbauen», so Trainer Eric Wittwer, der die Mannschaft gemeinsam mit Andy Wehrli betreut. «Die Resultate in der gesamten Quali-Masterround waren aber insgesamt wirklich extrem positiv, das konnte man so nicht erwarten.»

Aus der Sicht von Kevin Barz gibt es drei Gründe für die augenfällige Leistungssteigerung der Stars, die nach der ersten Hälfte der Qualifikationsphase noch auf den hintersten Tabellenrängen anzutreffen gewesen war. «Wir haben mit Pascal Wittwer den wohl besten Spieler der Liga in unserem Team und mit Sandro Wehrli einen sicheren Rückhalt im Tor. Zudem haben wir als Mannschaft unser System gefunden und sind gereift. Wir haben nun die nötige Cleverness, um auch Partien zu gewinnen, in denen wir nicht zwingend die bessere Mannschaft sind», so der Captain, der seit vier Jahren für die Aarauer spielt.

Viertelfinal gegen Lyss

Am Samstag folgt nun das erste Playoff-Viertelfinal-Duell auswärts gegen Lyss. «In der Qualifikation haben wir auswärts klar verloren, zu Hause aber deutlich gewonnen. Lyss ist sicher leicht zu favorisieren, aber es ist auch ein Gegner, der in unserer Reichweite liegt», glaubt Trainer Wittwer. Auch der Captain ist zuversichtlich: «Wenn wir die Intensität und die Härte noch etwas hochschrauben und diszipliniert spielen, haben wir Chancen», ist Barz überzeugt.

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