Es ist die wichtigste Einkaufsstrasse in der Kantonshauptstadt. Seit der ersten Ferienwoche wird in Aarau an der Igelweid gebaut. Seit dem 9. Juli laufen etwa die Migros-Kunden, wenn sie den Laden verlassen, praktisch gegen ein Absperrgitter. Die Verhältnisse sind eng. So eng, dass gewisse Läden, insbesondere die Kleinen, offensichtlich viel weniger frequentiert werden. Jedenfalls hat es neuerdings Plakate der Art «Wir sind auch während der Bauarbeiten für sie da».

Unbestritten ist, dass die Kanalisation ersetzt und ausgebaut werden muss. Das Bauvolumen liegt über einer halben Million Franken. Auftraggeber sind die Stadt Aarau und die Eniwa. Die Arbeiten dauern bis Ende November (im Frühling 2020 wird noch während dreier Monate gepflästert).

«Alle Arbeiten werden in kurzen Etappen ausgeführt, so können die Behinderungen auf ein Minimum beschränkt werden», hatte es Ende Juni geheissen.

Dieses Minimum umfasst offensichtlich auch eine von den Auftraggebern genehmigte Ferien-Pause. Seit Montag ruhen die Arbeiten. Ein Blick von oben (siehe Foto oben) zeigt, dass die Baustelle auch hätte ganz abgeräumt werden können. Sie ist bis Montag ein reiner Abstellplatz für Bagger und Baumaterial.

Eine erste Etappe, die Verlegung der Elektroleitungen und der Ausbau des Rohrblocks, ist abgeschlossen. Das Erreichen dieses Etappenziels wird neben dem Brückentag nach dem 1. August als Grund für die Betriebsferien angegeben.

Am Montag beginnt eine neue Etappe: der eigentliche Kanalisationsbau. Er wird – und das ist die erfreuliche Nachricht – in kürzeren Abschnitten ausgeführt.