Buchs

Trinkwasserversorgung: Die brüchigen Leitungen werden ersetzt

Sachschaden von 300'000 Franken: 2015 war es zu einem verheerenden Bruch der Buchser Reservoirleitung gekommen. (Symbolbild)

Sachschaden von 300'000 Franken: 2015 war es zu einem verheerenden Bruch der Buchser Reservoirleitung gekommen. (Symbolbild)

Die Abteilung Bau, Planung und Umwelt der Gemeinde Buchs hat beschlossen zwei alte Wasserleitungen zu ersetzen. Diese sollen in einer einfach zugänglichen Lage installiert werden.

Der Buchser Gemeinderat beantragt beim Einwohnerat einen Verpflichtungskredit von 945 000 Franken für eine neue Reservoirleitung. Konkret soll eine über 65 Jahre alte Eternitleitung, die das Buchser Gemeindegebiet mit den Trinkwasserreservoiren auf dem Suhrerchopf verbindet, ersetzt werden.

Denn sie ist allmählich altersschwach geworden, was sich in Leitungsbrüchen zeigt. «In der Regel bemerkt die Bevölkerung nichts von einem solchen Leitungsbruch, da die Trinkwasserversorgung durch unsere Nachbargemeinden mittels Übergabeschächten sichergestellt ist», heisst es in der Botschaft des Gemeinderats an den Einwohnerrat.

In der Nacht auf den 24. Oktober 2015 war es dann zu einem verheerenden Bruch der Buchser Reservoirleitung gekommen: Rund 900 Kubikmeter Trinkwasser ergossen sich in Richtung des hangabwärts liegenden Rüetschi-Areals. Es entstand ein Sachschaden von rund 300 000 Franken, der durch die Versicherung bezahlt wurde.

Nach diesem Grossereignis hat die Abteilung Bau, Planung und Umwelt der Gemeinde Buchs zusammen mit der – für die Suhrer Wasserversorgung zuständigen – TBS Strom AG beschlossen, die beiden alten Wasserleitungen zu ersetzen.

Und zwar in neuer, einfach zugänglicher Lage: Die heutige Leitung liegt in derart steilem Wiesland, dass nur mit Spezial-Baggern (Schreitbagger, Raupendumper) gearbeitet werden kann.

Deshalb wird die Linienführung angepasst – und zwar so, dass normale Baumaschinen eingesetzt werden können. Auch für den Fall, dass künftig wieder Reparaturen nötig werden. Das gewählte Trassee, heisst es im Bericht, befinde sich auf Grundeigentum der Aarauer Ortsbürger. Wenn immer möglich, wird die Leitung in den bestehenden Waldwegen verlegt.

Die Ausbaulänge – ab Suhrerchopf bis vor den Stadtbach - beträgt 715 Meter. «Mit dem Bau der neuen Wassertransportleitung sollen zeitgleich zwei Leerrohre für Datenkabel zur Steuerung und Überwachung des Reservoirs mit erstellt werden», heiss es in der Ratsbotschaft.

«In eines dieser Rohre wird direkt ein Datenkabel für die Wasserversorgung Buchs eingezogen.» Die Suhrer bekommen zwar ebenfalls eine neue Leitung, müssen aber nicht über den entsprechenden Kredit abstimmen.

Die Baukosten gehen nicht wie in Buchs zulasten der Einwohnergemeinde, sondern zulasten der TBS Strom AG. (NRO)

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