Aarau

Tresor-Räuber wird gebüsst und muss die Schweiz verlassen

Tresor wurde in Luzern gestohlen (Symbolbild)

Tresor-Räbuer wird ausgewiesen

Tresor wurde in Luzern gestohlen (Symbolbild)

Der Tresor-Diebstahl beim Pneu-Discounter hat sich für den Räuber nicht gelohnt. Der 31-Jährige wurde erwischt. Jetzt wurder er vom Gericht zu einer Geldstrafe von 6000 Franken verurteilt und wird nach Mazedonien ausgeschafft.

Der Angeklagte war im August 2009 zusammen mit drei anderen Tätern in einen Pneu-Discount in Suhr eingebrochen. Dabei bewältigten der 31-Jährige und ein weiterer Komplize einen Kraftakt. Sie hievten zu zweit einen 400 Kilogramm schweren Tresor aus dem Gebäude und luden diesen in das Fluchtfahrzeug. «Der Transport des Tresors hat sehr viel Kraft gekostet», gab der Beschuldigte zu. Nachdem sie den Tresor geknackt hatten, entsorgten sie diesen im Kanton Zürich in der Limmat. Insgesamt erbeuteten sie mit diesem Coup rund 20000 Franken.

Vorstrafen waren vorhanden

Vor dem Bezirksgericht Aarau gab der Albaner aus Mazedonien zu, den Einbruch begangen zu haben, sowie einen weiteren bei einer Privatperson im Kanton Zürich versucht zu haben. Dieser war gescheitert, weil die Polizei aufgetaucht war. Zudem hatte sich der in Zürich wohnhafte Angeklagte zum wiederholten Mal der Widerhandlung gegen das Ausländergesetz strafbar gemacht. Der Hilfsarbeiter war bereits 2005 und 2006 illegal in die Schweiz eingereist. Damals bekam er für diese Vergehen bedingte Geldstrafen aufgebrummt. Doch diese Vorstrafen hielten den Beschuldigten nicht zurück, wieder in die Schweiz einzureisen. «Ich hatte in Mazedonien meine jetzige Freundin kennen gelernt. Sie wollte, dass ich zu ihr nach Zürich komme», begründete der 31-Jährige seine Rückkehr in die Schweiz. Zudem habe er gedacht, seine Vergehen gegen das Ausländergesetz seien verjährt.

Aus armen Verhältnissen

Einmal zurück in der Schweiz, fand der Angeklagte keine Arbeit. «Er war bereits in seiner Heimat Mazedonien in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Deshalb geriet er in der Schweiz auf die schiefe Bahn», erklärte der Verteidiger. Er forderte eine bedingte Geldstrafe von 1800 Franken und die Ausschaffung innerhalb von 14 Tagen für seinen Mandanten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von elf Monaten gefordert.

Das Bezirksgericht befand, dass sich der Beschuldigte des Diebstahls, der Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs und der mehrfachen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz schuldig gemacht hatte. Da er sich aber kooperativ zeigte und geständig war, verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 6000 Franken und bestätigte zudem die Ausschaffung des Albaners. Dieses Urteil nahm der Beschuldigte dankend in Kauf, denn er will so schnell wie möglich zurück nach Mazedonien. Das hatte er bereits vor der Urteilsverkündung angetönt, als er sich vor dem Gericht mehrere Male für seine Taten entschuldigt hatte.

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