Gränichen

Totenköpfe, Teufelszeichen und wilde Tänze sorgen in Gränichen für Stimmung

Am Wochenende hat das Open Air im Moortal seine 20. Austragung gefeiert. Mit etwas Blues und ganz viel Heavy Metal. Von weit her reisten die Fans an das Festival.

Vereinzelt fiel zwar Regen auf das Gelände im Moortal. Doch das Gewitter blieb den rund 3000 Besucherinnen und Besuchern am Open Air Gränichen erspart. Zumindest das meteorologische. Von der Bühne her donnerte es hingegen gewaltig. Vor allem der Samstag stand im Zeichen von harter und zumeist ziemlich schneller Metal-Musik.

Die Organisatoren des Open Air blieben auch in ihrem Jubiläumsjahr ihrem Konzept treu, buchten viele Bands aus der Schweiz oder sogar aus der Region. Zum Beispiel Strained Nerve, eine Formation aus dem Raum Gränichen-Aarau, oder The Schefin, eine junge Band aus Brugg, die dieses Jahr am Nachwuchscontest «BandXaargau» das Ticket für Gränichen holte.

Überzeugend war auch der Auftritt der Lausanner Band Monkey3 oder der schwedischen Gruppe Truckfighters. Sowieso ist es den Organisatoren gelungen, ein für Szenenkenner ausserordentliches Programm zu gestalten. Headliner war die deutsche Band Heaven Shall Burn, die kürzlich auch am Open Air Rock am Ring auftreten war.

Stilmix ist gut angekommen

Der Freitag tönte im Vergleich dazu eine gehörige Portion entspannter. Eine Entdeckung war sicher die Band Blues Pills mit ihrem warmen 70er-Sound. Zudem stand Philipp Fankhauser als bekannte Schweizer Bluesgrösse auf der Bühne wie auch die amerikanische Formation Tito & Tarantula, die vor allem durch den Film From Dusk Till Dawn des Regisseurs Quentin Tarantino bekannt geworden war.

Den Besuchern des Festivals hat dieser Stilmix gut gefallen. Die eingefleischten Fans, von denen viele von weit her kamen, sind sowieso jedes Jahr mit dabei. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch aufgrund der ganz eigenen Stimmung am Open Air, das durch seine Gemütlichkeit und Übersichtlichkeit einiges mehr an Charme besitzt als so manches grosse Open Air. Es gibt kaum störende und lärmende Marktstände, keine Party-Zelte oder übermässiges Gedränge. Sowieso war die Stimmung für ein Festival, das geprägt ist von Totenköpfen, Teufelszeichen und wilden Tänzen äusserst friedlich. Das 20. Open Air Gränichen war ein guter Jahrgang. Davon kann es ruhig noch ein paar geben.

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