Es sind rund drei Monate vergangen, seit die 66-jährige Hildegard Enz Rivola in ihrem Zuhause an der Erlinsbacherstrasse in Aarau brutal niedergestochen wurde. Wie Tele M1 nun berichtet, soll der mutmassliche Täter, ein 28-jähriger Kroate aus der Region, 51-mal auf die Frau eingestochen haben. Der Regionalfernsehsender beruft sich auf eine «sichere Quelle».

«Bei einem solch übertriebenen brutalen Vorgehen spricht man im Fachjargon von einer Übertötung», erklärt der ehemalige Kriminalkommisar Markus Melzel. Beim Täter breche wie ein Damm, so Melzel: «Man hat das Messer schon in der Hand und alles ist voller Blut, dann klinkt es wie aus, und dann kann es zu so einer Übertötung kommen.»

Obwohl der Täter viel häufiger als nötig zustach, habe er nicht kaltblütig gehandelt, glaubt Psychiater Josef Sachs. Im Gegenteil: Seine Vorgehensweise zeuge eher davon, dass er hochemotional gewesen sei. «Das muss jemand sein, der aus einer Wut heraus die Tötung vollzogen hat.» Sachs sieht mehrere mögliche Motive: «Entweder, weil er dieses Opfer kannte und wütend war. Oder weil er enthemmt war wegen Drogen und Alkohol oder weil er wütend war aus einem anderen Grund, der mit dem Opfer gar nichts zu tun hatte und das Opfer wurde einfach Projektionsfläche aus seiner Wut.»

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Tötungsdelikt Aarau: Ermittler haben die Tatwaffe sichergestellt (10. April 2019)

Einige Beweise deuten nun darauf hin, dass ein 28-jähriger Kroate der mutmassliche Mörder von Hildegard Enz ist. Die 66-Jährige wurde im Januar erstochen vor ihrem Haus in Aarau gefunden.

Verdächtiger bestreitet Tatvorwurf

Der 28-jährige Kroate aus Unterentfelden sitzt seit Mitte Februar in Untersuchungshaft. Der dringende Tatverdacht gegen ihn hat sich erhärtet, als Ermittler bei ihm die mutmassliche Tatwaffe gefunden haben. Er bestreitet den Tatvorwurf seit seiner Verhaftung. Es ist noch immer unklar, in welcher Beziehung er und das Opfer standen. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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TeleM1-Beitrag vom 18. Januar 2019