Bei der Stiftung Töpferhaus Aarau nehmen Kreativität und Handarbeit eine wichtige Rolle ein. Und genau diese haben sie nun zum «Goldstück» geführt, ein mit Goldpulver bestäubtes Gianduja-Schöggeli in Form eines Goldnuggets. Geschäftsführer Daniel Aeberhard kam bereits im Dezember 2015 auf die Idee, als er Gianduja-Schoggi als Geschenk erhielt. «Uns fehlte aber das Know-How, um die Schokolade selber herzustellen», sagt er. Als er dann die Produktion von Chocolatier Fabian Rimann in Wettingen besuchte – seit einem Jahr faltet das Töpferhaus Pralinenschachteln für den Chocolatier – dachte er sich: Rimann könnte die Grundmasse für die Schöggeli herstellen.

«Ich habe gleich zugesagt», sagt Fabian Rimann, der in seinem Metier bereits mehrere Auszeichnungen gewonnen hat. Er unterstütze gern Institutionen wie das Töpferhaus, das Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung beschäftigt. «Man weiss ja nie, ob man selber mal Hilfe braucht», sagt er. «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und auf das spannende Projekt.» Und auch als Chocolatier kann er für die «Goldstücke» eine gute Wertung abgeben. «Ich denke, sie werden bei den Kunden gut ankommen.» Einige Auserwählte konnten in der Anfangsphase die Schöggeli bereits testen. Als Partner konnte Coop gewonnen werden: Ab dem 1. März werden die «Goldstücke» in 32 Filiale zu kaufen sein.

Präsentation des «Goldstücks» am Mittwoch in Wettingen.

Von Hand geformt

Die Produktion läuft folgendermassen ab: Fabian Rimann produziert mit seinem Team die Gianduja-Schokolade und liefert sie als geschnittene Würfel dem Töpferhaus in Aarau. Dort werden sie dann von Hand geformt, mit Kakao- und Goldpulver bestäubt und verpackt. «Da die Schokoladenstücke eine längere Haltbarkeit haben, werden wir eine kleine Menge sogar an Lager produzieren können», sagt Aeberhard. «Bis jetzt haben wir bereits 60 Kilo produziert», sagt der Töpferhaus-Leiter zufrieden. Wenn zwei Stärken zusammenkommen, könne eben richtig Gutes entstehen.