Es passierte am Montagabend gegen 22 Uhr: Ein 59-jähriger Schweizer war in Rohr-Aarau auf der Furorastrasse in Richtung Hauptstrasse unterwegs, als er plötzlich ungebremst in hohem Tempo einen Zaun durchschlägt und rund 50 Meter in das Tobel des Giessenbachs stürzt. Die Rettungskräfte konnten den Lenker nur noch tot bergen (wir berichteten).

Am Tag nach dem verhängnisvollen Unfall besuchen Freunde des Verstorbenen die Unfallstelle. «Ich kenne ihn seit Jahrzehnten. Ich bin ein Freund von ihm. Wir sind schockiert», sagt ein Freund gegenüber Tele M1.

Tödlicher Selbstunfall in Rohr

Tödlicher Selbstunfall in Rohr

Begeisterter Jäger aus Veltheim

Beim verstorbenen Autofahrer handelt es sich um einen 59-jährigen Schweizer aus Veltheim. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Der Verunfallte war ein begeisterter Jäger und Mitglied Jagdgesellschaft Schenkenberg. Dort kennt man ihn als zuverlässigen und stets hilfsbereiten Kameraden.

Im Januar hätte er seinen 60. Geburtstag feiern wollen – die Einladungen für ein grosses Fest hatte er seinen Freunden und Verwandten bereits versandt.

«Jetzt können wir das Fest nicht mehr erleben», sagt ein Jägerfreund mit zitternder Stimme: «Man kann es sich nicht aussuchen, es ist traurig. Jetzt müssen wir damit leben – man findet keine Worte.»

Unfall ist ein Rätsel

Warum der 59-Jährige Veltheimer von der Strasse abkam, ist noch unklar. Selbst für die Polizei ist der tödliche Unfall bislang ein Rätsel.

«Wir können uns den Unfall bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht erklären. Wir wissen nicht, ob es ein medizinisches Problem gab, ob Alkohol im Spiel war oder allenfalls sogar ein Suizid. Das werden die weiteren Untersuchungen zeigen», sagt Max Suter, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, gegenüber Tele M1 noch am Unfallort.

Der Verstorbene wird nun vom Institut für Rechtsmedizin untersucht. Die Polizei sucht Zeugen, die den Unfallfahrer am Montagabend in der Region Rohr gesehen haben. (nch)