Muhen
Tierquäler fängt Igel mit Horror-Falle - es hätte auch einen Menschen treffen können

Wer macht denn so etwas? In Muhen haben Unbekannte eine verbotene Tellerfalle aufgestellt. Prompt geriet ein Igel hinein. Obwohl eine Passantin auf das leidende Tier aufmerksam wurde, konnte es nicht gerettet werden. Die Polizei sucht Zeugen.

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Dieses Tellereisen haben Unbekannte in Muhen aufgestellt.

Dieses Tellereisen haben Unbekannte in Muhen aufgestellt.

Kapo AG

Am letzten Mittwoch hörte eine Passantin an der Schwalbistalstrasse in Muhen die gequälten Schreie eines Tieres. Nach kurzer Suche fand die Frau auf einem Fussweg zwischen der Schwabistalstrasse und dem Lottenweg einen Igel, der in eine Tellerfalle eingeklemmt war. Obwohl sie in einem nahegelegenen Motorradgeschäft Hilfe holte und der Igel schliesslich mit vereinten Kräften befreit werden konnte, war das Tier nicht mehr zu retten: Es musste wegen seiner schweren Verletzungen in der Tierklinik eingeschläfert werden.

Die Kantonspolizei ermittelt nun, wer die Falle aufgestellt hat und sucht Zeugen. "Das Fangen von Tieren mittels Tellerfalle ist äusserst verwerflich, da die Tiere meist mit den Gliedmassen in die Falle gelangen und höllische Schmerzen erleiden", heisst es in einer Medienmitteilung. Deshalb sei diese Fangart verboten. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Fallensteller machen kann, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden.

Dieses Mal war es ein Igel - aber sehr leicht hätte auch ein Haustier oder ein Mensch in die gefährliche Falle gelangen können. Eine Tellerfalle besteht aus zwei eisernen, halbkreisförmigen Bögen mit scharfen Zacken, die mit Hilfe einer Feder gespannt werden. Sie liegen dann flach am Boden, in der Mitte eine Art eiserner Teller. Tritt jemand darauf, schnappen die beiden Bögen zu und klemmen Bein oder Fuss des Tiers oder des Menschen ein. Die Tellerfalle kann schwere Verletzungen verursachen und ist in der Schweiz und in der EU seit Jahren verboten. (NRO)

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