Schule Entfelden

Thomas Ziehli nimmt die knappe Wahl zum Schulpfleger nicht an

Thomas Ziehli (Mitte) nimmt die Wahl nicht an. Es bleiben Georges Brandenberg, Brigitte Frehner, Markus Hugentobler und Peter Preisig (v.l.)

Thomas Ziehli (Mitte) nimmt die Wahl nicht an. Es bleiben Georges Brandenberg, Brigitte Frehner, Markus Hugentobler und Peter Preisig (v.l.)

Nach dem Beinah-Wahlboykott des Kreisschulrates nimmt Thomas Ziehli seine Wahl zum Schulpfleger nicht an. Er habe wohl erkannt, dass nach dem schlechten Wahlresultat eine Zusammenarbeit keinen Sinn mache, mutmasst Kreisschulratspräsident Urs Heuri.

Haarscharf war der zweite Wahlgang der Schulpflege Entfelden Ende Juni ausgefallen: Die Mitglieder des Kreisschulrates hatten 17 von 18 Wahlzetteln ungültig oder leer eingelegt. Ein Einziger hatte den drei Kandidaten Brigitte Frehner, Markus Hugentobler und Thomas Ziehli seine Stimme gegeben. Weil in einem zweiten Wahlgang das relative Mehr zählt, reichte diese eine Stimme aus. Frehner, Hugentobler und Ziehli waren nach einem monatelangen Knatsch zwischen Schulpflege und Kreisschulrat gewählt.

Während die anwesenden Frehner und Hugentobler die Wahl annahmen, blieb Ziehlis Wahl offen. Er hatte sich für die Sitzung entschuldigen lassen. Nach dem ersten Wahlgang im Dezember als gewählt galten Georges Brandenberg und Peter Preisig. Damals hatten Frehner, Hugentobler und Ziehli das absolute Mehr verpasst.

Beweggründe nicht bekannt

Vermutlich hatte dieser einzelne Kreisschulrat dem Hin und Her ein Ende setzen wollen. Doch die Geschichte geht weiter: Thomas Ziehli kehrt der Schulpflege den Rücken. «Herr Ziehli hat eine Woche nach der Wahl schriftlich mitgeteilt, dass er die Wahl nicht annehmen werde», so Kreisschulratspräsident Urs Heuri. Eine Begründung habe das Schreiben nicht enthalten, so Heuri. Auch eine direkte Nachfrage der az bei Ziehli blieb unbeantwortet.

Dass die drei Kandidaten trotz des Misstrauensvotums des Kreisschulrates im Dezember einen zweiten Wahlgang auf dem Beschwerdeweg erzwangen, war den Kreisschulräten sauer aufgestossen. Entsprechend kommentiert Heuri Ziehlis Entscheid. «Thomas Ziehli hat Grösse gezeigt und seine Konsequenzen gezogen.» Er habe ob des schlechten Resultates erkannt, dass eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn mache. «Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.»

Datum für Ersatzwahl steht

Die Ersatzwahl ist für die Kreisschulratssitzung vom 10. September traktandiert. Heuri nimmt noch bis zum 1. September Bewerbungen entgegen. Gleichzeitig werden auch die Kandidaten noch einmal angeschrieben, die sich anlässlich des zweiten Wahlgangs zur Verfügung gestellt hatten, so Heuri. «Wer sich unter den jetzigen Umständen zur Verfügung stellen wird, wird sich zeigen.»

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