Wer schon mal im grenznahen Gebiet unterwegs war, der kennt es: Man befindet sich ganz klar noch auf Schweizer Boden, und doch loggt sich das Handy bereits im deutschen, italienischen, französischen oder österreichischen Netz ein. Ein Ärgernis, weil dann allenfalls erhöhte Gebühren anfallen (Roaming) oder gewisse Funktionen nicht mehr nutzbar sind (Internet).

Doch normalerweise passiert einem das nur innerhalb weniger Kilometer ab der Grenze. Ein Leserreporter meldete nun der Aargauer Zeitung, dass dies sogar auf der Salhöhe der Fall sei; sein Swisscom-Handy wählte sich ins Vodafone-Netz ein. Und dies immerhin rund zwölf Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt.

«Leider ist dieses Phänomen nicht neu», sagt Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher. «Die Mobilfunksignale machen nicht vor der Grenze halt.» Das Problem: Die Deutschen haben wesentlich höhere Grenzwerte für Strahlungen von Mobilfunkantennen. Deren Netz kann also relativ weit in die Schweiz hinein senden. Wie weit, hänge von der Topografie ab, so Hubacher. Sie spricht von einer «unbefriedigenden Situation».

Die Kunden würden diese Frequenzstörungen bemerken, «indem ihr Handyempfang eingeschränkt ist oder ihr Gerät sich im fremden statt im Netz des Schweizer Anbieters einwählt». Swisscom sei im regelmässigen Austausch mit den ausländischen Anbietern, um innerhalb des gesetzlichen Rahmens die Einschränkungen für die Kunden zu minimieren. «Das Problem wird jedoch auch in Zukunft bestehen, weil alle Anbieter für ihre Kunden die beste Versorgung – auch in grenznahen Gebieten – ermöglichen wollen.»

Swisscom empfehle den Kunden deshalb, in grenznahen Gebieten ihr Handy grundsätzlich auf «manuelle Netzwahl» einzustellen, sodass sich das Handy nicht automatisch in ein anderes Netz einwähle. «Damit wird das Problem gelöst.» (NRO)