Erlinsbach AG
Tempo 30 soll «demokratisch» eingeführt werden

Erlinsbach AG ist zwar kein Hotspot für Verkehrsunfälle. Trotzdem will eine Kommission die Sicherheit auf der Strasse verbessern und schlägt die etappenweise Einführung von Tempo 30 in den Quartieren vor.

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Wird in Erlinsbach Tempo 30 eingeführt?

Wird in Erlinsbach Tempo 30 eingeführt?

Suleika Baumgartner

Vor der Realisierung sollen die Bevölkerung befragt und die entsprechende Signalisation bei einem «Wunsch der Mehrheit der Anwohner» eingeführt werden.

Gestützt auf das bestehende Verkehrskonzept hat eine Kommission den Massnahmenplan Verkehrssicherheit aus dem Jahre 2005 überarbeitet. Das Gremium unter Leitung von Gemeindepräsident Markus Lüthy und mit den Mitgliedern Lea Maissen, Mirjam Eggler, Stephan Roth, Patrick Allenbach, Kathrin Fachinger, Melanie Eng, Urs Näf, Roberto Heller, David Fiore und Marc Walther hat nun ein Papier vorgelegt, das für eine «kontinuierliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und somit auch der Lebensqualität» am Erzbach sorgen soll. Grundsätzlich möchte man bei der Umsetzung nach dem Motto «So wenig Eingriffe wie möglich, so viel wie nötig» verfahren und eine «hohe Akzeptanz anstreben».

Immer wieder Schnellfahrer

Die Kommission hat festgestellt, dass «es immer wieder Meldungen mit dem Hinweis auf zu schnelles Fahren» gibt. Kein Wunder also, dass das Gremium die Einführung von Tempo 30 auf den Quartierstrassen als «Schwerpunkt» ins Visier nimmt. Grundlagen sollen ein Grobkonzept mit einer möglichen Zoneneinteilung sowie Geschwindigkeitsmessungen liefern. Weil «Tempo 30» in anderen Gemeinden, zum Beispiel in Küttigen, zum Teil für heftige Diskussionen gesorgt hat, will man in Erlinsbach das Thema bewusst «demokratisch» angehen. Im kommenden Frühling plant man deshalb eine Umfrage pro Quartier. Spricht sich eine Mehrheit der betroffenen Bewohner für die Realisierung einer solchen Massnahme aus, so soll die neue Signalisation «schrittweise» eingeführt werden.

Dieses Vorgehen sei zwar laut Präsident Markus Lüthy «eigentlich in der Verordnung zu Tempozonen so nicht vorgesehen», verspreche aber die angestrebte Akzeptanz. Allerdings bestehe beim Weg über die einzelnen Quartiere die Gefahr, im Dorf einen «Flickenteppich» mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu generieren.

Parkplatzproblematik prüfen

Die Kommission hat sich darüber hinaus auch mit grundsätzlichen Fragen zur Verkehrssicherheit in Erlinsbach beschäftigt. Dabei geht es um gute Anschlüsse an das übergeordnete Netz, um allenfalls bessere Bus-Anbindungen oder die Förderung optimaler Fuss- und Velowege. Dazu gehören etwa die Überprüfung der Gestaltung und Signalisation Schulzone, die Situation für die Fussgänger im Bereich Aarauerstrasse, Buchhalde und Erzbachstrasse oder die Parkplatzproblematik im Gebiet Sugenreben. Die Grundlagen für das Erlinsbacher Verkehrskonzept 2017 liegen für die öffentliche Mitwirkung ab sofort und bis zum 3. Januar 2018 in der Gemeindekanzlei auf oder können von der Homepage der Gemeinde heruntergeladen werden.(HR)

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