Buchs

Tempo 30 in Buchs Süd wird voraussichtlich umgesetzt

Auch auf der Brummelstrasse gilt künftig Tempo 30.

Auch auf der Brummelstrasse gilt künftig Tempo 30.

Kommt es im Rahmen der öffentlichen Auflage zu keinen Einsprachen, dann gilt das neue Regime noch vor den Sommerferien.

Im Jahr 2000 war Buchs AG eine der ersten Gemeinden in der Schweiz, welche sich mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 befassten. Die Zeit war noch nicht reif, das Volksbegehren wurde an der Urne mit über 70 Prozent Nein-Stimmen wuchtig abgelehnt.

10 Jahre später war dem Anliegen mehr Erfolg beschieden. Der Einwohnerrat überwies am 26. Oktober 2010 mit 23:14 Stimmen eine Motion klar, welche die Einführung von Tempo30 auf ungefähr der Hälfte des bewohnten Gebietes forderte. Eingereicht worden war das Begehren von einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe aus dem Einwohnerrat. Es hatte neben der Verhütung von Unfällen und der Lärmverminderung in den Quartieren vor allem auch zum Ziel, den Schleichverkehr durch die Buchser Wohngebiete zu verhindern.

Umsetzung steht kurz bevor

Nach den nötigen Vorarbeiten legte der Gemeinderat im November 2011 eine entsprechende Botschaft mit Kreditbegehren vor. Die Vorlage sowie der Kredit über 133000 Franken wurden am 8. Dezember vom Dorfparlament genehmigt, jetzt liegen bis zum 9. Mai 2012 die Pläne für die Umsetzung öffentlich auf. Vorausgesetzt, es gibt keine Einsprachen, gilt noch vor den Sommerferien auf rund 40 Quartier- und Sammelstrassen im südlichen Ortsteil von Buchs Tempo 30.

Nur wenig bauliche Massnahmen

Für die Einführung sind nur wenige bauliche Massnahmen nötig. Vorgesehen sind verschiedene sogenannte Eingangstore mit der Signalisation «Tempo 30». Weiter gibt es 7wechselseitig versetzte Einengungen an Stellen, wo die gefahrenen Geschwindigkeiten heute hoch sind. In der Bühl- und Oberdorfstrasse müssen zudem alle Fussgängerstreifen entfernt werden. Solche sind in 30er-Zonen nicht zulässig. Vorhandene Inseln bleiben jedoch bestehen. Mit Ausnahme des gefährlichen Knotens Brummel-/Steinfeld-/ Bahnstrasse gilt in der ganzen 30er-Zone Rechtsvortritt.

Nach der Einführung wird die Verkehrsentwicklung ein Jahr lang beobachtet und darüber ein Bericht verfasst. Danach wird sich der Gemeinderat wohl mit der Frage befassen müssen, ob und auf welche Gebiete Tempo 30 allenfalls auszudehnen ist. Einzelvorstösse von Bürgern aus anderen Quartieren liegen bereits vor.

Eine Entscheidungshilfe für den Gemeinderat wird dannzumal der Verkehrsrichtplan sein, der 2007 verabschiedet worden ist. Dort sind mögliche Tempo-30-Zonen im Dorf bereits aufgezeigt.

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