AGV-Kunstobjekt

SVP kritisiert Kunst-Koloss: «Geld zum Fenster hinausgeworfen»

Kritik an AGV Kunstwerk

Kritik an AGV Kunstwerk

Der Hauseigentümerverband kritisiert die Kosten des Holzkunstwerks.

Für die einen ist es Kunst, für die anderen einfach nur eine grosse, sehr teure Holzsäule im Innenhof der Aargauischen Gebäudeversicherung. SVP und Hauseigentümerverband kritisieren die hohen Kosten für das Kunstwerk.

Er ist gross, aus Holz und heisst «Stand!». Seit letzten Donnerstag steht der 18 Meter hohe und 13 Tonnen schwere Koloss bei der Aargauischen Gebäudeverischerung (AGV).

In einem Beitrag von Tele M1 kritisert der Hauseigentümerverband (HEV) nun die Kosten des Kunstwerks. 160'000 Franken hat die Säule gekostet, doch sie ist nur ein Teil der Gesamterneuerung des Innenhofs, den sich die AGV geleistet hat. Insgesamt wurde für die Neugestaltung 400'000 Franken ausgegeben.

Eine «unerhöhrte Summe», meint Pascal Furer, Parteisekretär der SVP Aargau. Er «findet es daneben, dass man das Geld der Leute zum Fenster hinauswirft. Gerade in einer Zeit, in der es vielen Leuten nicht so gut geht und der Staat ein Defizit schreibt».

18 Meter hoch und 13 Tonnen schwer: So fliegt «Stand!» an seinen Standplatz im Innenhof der Aargauischen Gebäudeversicherung.

18 Meter hoch und 13 Tonnen schwer: So fliegt «Stand!» an seinen Standplatz im Innenhof der Aargauischen Gebäudeversicherung.

Erst gerade vor drei Jahren wurden die Prämien der AGV um ganze 24 Prozent erhöht. Dass man jetzt so viel Geld für so ein Kunstwerk ausgibt, ist auch für Hansjörg Knecht, Präsident des Aargauischen Hauseigentümerverbands, unverständlich, ja gar ein Affront: «Den Betrag, der dafür ausgegeben wird, finde ich sehr hoch. Und wenn man weiss, dass 2011 die Prämien massiv angehoben worden sind, hätte ich eine höhere Sensibilität erwartet. Denn am Schluss zahlt der Prämienzahler, sprich der Hauseigentümer oder die Mieterinnen und Mieter.»

Die Gebäudeversicherung hat ein Monopol, jeder Hauseigentümer muss sich zwingend bei ihr versichern. Sie versteht sich darum nicht als gewöhnliche Versicherung. Urs Graf, Vorsitzender der Geschäftsleitung, rechtfertigt die Anschaffung des Kunstwerks mit dem öffentlichen Auftrag der AGV: «Wir haben öffentliche Aufgaben wahrzunehmen. Kulturförderung ist eine öffentliche Aufgabe, die wir sehr gerne wahrnehmen. Letztlich ist es auch eine Demonstration, dass wir für den Kanton einstehen.»

Die Gebäudeversicherung habe für den Bau des Projekts nur kantonale Unternehmen beauftragt – so fliesst das Geld wenigstens in die Aargauer Wirtschaft. (jgl)

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