Stadtratswahlen Aarau
Suzanne Marclay-Merz: «Als Gewerbestandort sollten wir attraktiver werden»

Die Schweiz am Wochenende und die AZ stellen den neun Kandidaten für den Aarauer Stadtrat diese und nächste Woche je die sechs gleichen Fragen. Heute: Suzanne Marclay-Merz, FDP

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Suzanne Marclay-Merz Stadtratskandidatin, FDP

Suzanne Marclay-Merz Stadtratskandidatin, FDP

zvg

Was spricht dagegen, dass die Stadt der HRS das Land im Torfeld abkauft und selber ein einfaches Stadion baut?

Falls ein Verkauf überhaupt zur Diskussion stehen würde, wäre wegen der guten Lage des Grundstücks von einem hohen Kaufpreis auszugehen. Der Kauf des Landes und der Bau des Stadions (ohne Mantelnutzung und Querfinanzierung) wären für die Stadt finanziell kaum tragbar.

Wären Sie bereit, für die Realisierung des Zukunftsraums in Aarau eine Steuererhöhung in Kauf zu nehmen?

Nein. Wenn das Projekt richtig aufgestellt ist und die Effizienz fördert, dürfen daraus keine Steuererhöhungen resultieren. Mit dem Zukunftsraum und einer übergreifenden Zusammenarbeit soll die Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Region entstehen. Das begrüsse und unterstütze ich.

Bedauern Sie es, dass Ende September die Infanterie die Stadt verlässt und damit die meisten Rekruten aus Aarau verschwinden?

Damit endet in Aarau eine lange Tradition. Gerade Restaurants und andere Dienstleister werden das spüren. Veränderungen bringen aber auch neue Chancen. Das gilt besonders für die Umnutzung und Weiterentwicklung des Kasernenareals. Durch eine sorgfältige Gestaltung und die Einbindung von Innovationsplattformen (wie beispielsweise Coworking Spaces) auf dem Areal kann Aarau an Attraktivität gewinnen.

Wenn Sie einfach so könnten: Wo würden Sie im städtischen Haushalt eine Million Franken sparen?

So einfach geht das leider nicht. Etwa im Bereich von Hoch- und Tiefbau lassen sich Einsparungen ohne merkliche Qualitätsverluste realisieren. Zudem bin ich überzeugt, dass wir mit Einbindung neuer Technologien (Stichwort: Smart City) mittelfristig Einsparungen erzielen und sogar Leistungen ausbauen können.

Was nervt Sie in der Stadt am meisten?

Ich bin stolz auf unsere Stadt und habe starke Nerven. Natürlich gilt es, verschiedene Themen anzupacken. So möchte ich die Stadt als noch innovativeren und lebendigeren Standort positionieren. Als Gewerbestandort sollten wir attraktiver werden. Dazu gehören auch weitere Verbesserungen im Bereich der ausserfamiliären Kinderbetreuung und Tagesstrukturen.

Wären Sie traurig, wenn Sie nicht gewählt würden?

Ich wäre sicher enttäuscht. Gerne würde ich mich aktiv für eine erfolgreiche und gesunde Weiterentwicklung unserer wunderbaren Stadt einsetzen.

Die Schweiz am Wochenende und die AZ stellen den neun Kandidaten für den Aarauer Stadtrat diese und nächste Woche je die sechs gleichen Fragen: Bisher erschienen: Franziska Graf-Bruppacher, Werner Schib, Angelica Cavegn Leitner, Hanspeter Hilfiker, Hanspeter Thür und Daniel Siegenthaler.