Kölliken, Suhr, Däniken, Hornussen, Mellikon/Rekingen, Würenlingen und Bözen: Das sind die Vorschläge der Nagra als mögliche Standorte für ein Oberflächenlager der Region. In den letzten drei Monaten wurden hierfür geologische Messungen durchgeführt und mit Infobussen versuchte die Nagra, Transparenz über die Standortevaluation und deren möglicher Folgen zu schaffen.

Die Reaktionen der Gemeindeämmer waren in den meisten Fällen wenig positiv. Wie die az berichtete, wurde der Nagra ein wenig sensitives Vorgehen in diesen Belangen attestiert. Beat Rüetschi gab der Nagra Ende Januar zu Protokoll: «Der Standort Suhr hat mich dann doch überrascht». Für Rüetschi ist der Standort in der Nähe von Lebensmittelbetrieben «nicht nachvollziehbar». In seiner Gemeinde erwarte er «keine Begeisterung».

Unlogische Standortauswahl

Nun schreibt er auf der Gemeindewebseite in der Rubrik «News Gemeinderat» eine ausführlichere Stellungnahme zur Causa. Und beteuert dort seine mangelnde Begeisterung für die Möglichkeit eines Oberflächenstandorts in seiner Gemeinde. Der FDP-Gemeindeammann, der auch Mitglied der Leitungsgruppe der Regionalkonferenz Jura Südfuss ist, schreibt: «Es werden 20 Standorte näher geprüft. Oberste Priorität hat die Sicherheit. Unter anderen soll auch im Wynenfeld in Suhr ein möglicher Anlagestandort für das Oberflächenbauwerk sein.»

Weiter heisst es: «Das ist mir zwar nicht logisch, befindet sich doch der Standort im Bereich der Grundwasserströme Suhre/Wyna und der Grundwasserfassung der Gemeinde Buchs. Zudem wird ein Naherholungsgebiet tangiert und unsere Schwimmbadanlage ist in nächster Nähe. Gegen dieses Vorhaben spricht aber auch die hohe Bevölkerungsdichte. Zudem werden beim Bau solcher Anlagen massive Kubaturen anfallen, die abtransportiert werden müssen, was enorme Verkehrsströme zusätzlich erzeugen wird.»

Meinungen zum Thema («Einwände», sagt Rüetschi) können interessierte Bürger auch über folgende Mailadresse einbringen: gemeindekanzlei@suhr.ch. (cls)