Suhr
Suhrer Schulmöbel für lettische Schüler

Über 2000 Kilometer liegen zwischen Suhr und dem lettischen Stirniene. Ausrangierte Tische und Stühle des Feldschulhauses legen diese Strecke im Lastwagen zurück.

Manuel Bühlmann
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Pulte und Stühle des Suhrer Feldschulhauses werden fein säuberlich für den Transport nach Lettland verladen.

Pulte und Stühle des Suhrer Feldschulhauses werden fein säuberlich für den Transport nach Lettland verladen.

Manuel Bühlmann

54 Kinder besuchen die Grundschule in Stirniene, einem kleinen Dorf 160 Kilometer von der lettischen Hauptstadt Riga entfernt. Sie können den Unterricht dort künftig von Stühlen und Pulten aus verfolgen, die bis vor den Sommerferien noch im Suhrer Feldschulhaus standen und nun ersetzt werden.

Doch auch wenn die Schulmöbel nicht mehr die neusten sind, moderner als die aktuelle Ausstattung in der lettischen Schule sind sie auf jeden Fall. «Die Bänke und Tische in Stirniene sind total veraltet und stammen aus den 60er-Jahren», sagt Peter Paul, Projektverantwortlicher des Schweizerisch-Baltischen Komitees, welches den Transport organisiert hat. Das Budget der Schule sei schlicht zu klein für solche Anschaffungen. «Nur für das Allernötigste gibt es Unterstützung vom Staat», sagt Paul.

102 Stühle, 22 Tische

Drei bis vier Transporte dieser Art organisiert das Schweizerisch-Baltische Komitee pro Jahr. Zivilschutzbetten, Geschirr, Kleider oder Decken konnten bereits ins Baltikum geliefert werden - alles Spenden, genau wie die 102 Stühle und 22 Tische, die gestern Suhr Richtung Lettland verliessen. «Der Abwart des Feldschulhauses hat uns angefragt, ob die Möbel in dieser Region gebraucht werden können», sagt Peter Paul.

Eine lettische Musikerin, die in Basel lebt, habe vor drei Jahren den Kontakt zur Schule in Stirniene hergestellt, die seither vom Komitee sporadisch unterstützt wird. Und so drücken die Schüler im lettischen Dorf schon bald Suhrer Schulbänke.

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