Der Entscheid, der mit 199 Nein gegen 182 Ja-Stimmen fiel, bedeutet, dass sich die 10 000-Seelen-Gemeinde aus dem Fusionsprojekt verabschiedet. Von drei Fusionsperimetern ist damit bereits einer vom Tisch. Anwesend an der Versammlung waren 394 von insgesamt 5417 Stimmberechtigten. Gegen den Entscheid kann das Referendum ergriffen werden, es wurde bereits angekündigt. 

Vergeblich hatte Gemeindepräsident Beat Rüetschi klarzumachen versucht: «Wir sind keine Bittsteller; wir verhandeln aus einer Position der Stärke heraus.» Und es gehe zum jetzigen Zeitpunkt einzig darum, herauszufinden, ob eine Fusion mit mehr Vorteilen verbunden wäre als eine verstärkte Zusammenarbeit. Aufgrund der zahlreichen ähnlich lautenden Voten der Gegner ist anzunehmen, dass am Ende die Angst vor einem Demokratie- und Autonomieverlust den Ausschlag gab.

Dabei ging es vorerst nur um 76 000 Franken an die Erarbeitung eines Leitbildes der fünf noch am Zukunftsraum beteiligten Gemeinden für das Fusionsprojekt. Die Entscheidung in den andern Perimetern fällt heute Freitagabend an den Gmeinden der beiden Entfelden und Densbüren. Sie haben je über einen Gesamtkredit für die Ausarbeitungsphase zu befinden. Die rund 500 000 Franken, welche diese die Stadt Aarau kostet, hat der Einwohnerrat schon am 14. November gesprochen.

Das Budget 2017 hat die Suhrer Gmeind mit grossem Mehr gegen vereinzelte Nein-Stimmen gutgeheissen. Der Gemeinderat hatte eine Erhöhung des Steuerfusses von 105 auf 110 Prozent beantragt. Die Versammlung folgte aber der FDP, die einen Steuerfuss von 108 Prozent (plus 3 Prozent) beantragt hatte.

Die Gmeind sagte zudem Ja zu Umbau und Sanierung der Verwaltung (Kosten: 1,5 Mio. Franken). Den von der Fiko abgelehnten Ausführungskredit für die Umgebung des Schulzentrums Dorf (2,6 Millionen) hatte der Gemeinderat vorgängig von der Traktandenliste gestrichen.