Suhr
Suhr statt Sotschi: Die 40. Cevianischen Frühlingsspiele sind eröffnet

Cevi Suhr – Spass pur» – so lautet der Leitspruch der Cevi Suhr. Seit 40 Jahren existiert er. Seinen 40. Geburtstag feiert er mit über 300 Cevianern aus vier Kantonen.

Peter Weingartner
Merken
Drucken
Teilen
Mehr als 300 Cevianer feierten den Geburtstag der Suhrer Cevi
11 Bilder
Start zum Wasserholen
40-Jahr-Jubiläum der Cevi Suhr
Die Cevianer spielen am 40-Jahr-Jubilaeum der Cevi Suhr Blachenvolley
Die US-Gruppe formiert sich um Uncle Sam
Das Maskottchen bringt die olympische Flamme
Christian Hölzle, Präsident des Anlasses, begrüsst die Teilehmer am Suhrer Cevi-Jubiläumstag
Der Präsident begrüsst die Teilehmer am Suhrer Cevi-Jubiläumstag
Brennball war beliebt bei den Cevi-Gruppen
Beim Streetball kämpfen die Cevianer um den Ball
Blachenvolley ist ein beliebter Sport bei den Cevianern

Mehr als 300 Cevianer feierten den Geburtstag der Suhrer Cevi

Peter Weingartner

Die Abteilungsleitung nahm das 40-Jahr-Jubiläum zum Anlass, dem Regionalverband AG-SO-LU-ZG die Übernahme des diesjährigen Verbandsanlasses anzubieten. Was jener gerne annahm, so Marielle Ammann vom Regionalverband.

«Chuchraine chumm!», sagt der Präsident des Anlasses, Christian Hölzle aus Strengelbach, mit russischem Akzent vor den über 300 Cevianerinnen und Cevianern auf dem Pausenplatz des Schulhauses Dorf. Als Putin, der an Sotschi gemahnt, eröffnet er die «40. Cevianischen Frühlingsspiele». Der Sprach-Parodist hat Maskottchen «Chuchraine» mitgenommen. Er soll das olympische Feuer entzünden. Das ists aber an hoher Politik, denn was für Suhr gilt, passt auch für die 16 Cevi-Abteilungen aus den vier Kantonen: Spass steht zuoberst. Eigentlich ists ja ein Aargauer Treffen mit Gästen: Horw aus dem Luzernischen, Cham aus dem Zugerland, und Gretzenbach vertritt den Kanton Solothurn.

Auch für die Suhrer Kinderschar ist an diesem Samstagnachmittag nicht Bräteln angesagt, keine Schnitzeljagd steht auf dem Programm. 73 Personen sind gegenwärtig dabei, sagt Melanie Zeller von der Cevi Suhr. Davon haben 25 eine Leitungsfunktion. Was positiv ist für die Leiter – man muss nicht an allen drei Cevi-Samstagen aktiv sein. Anderseits sei es eine Herausforderung, Kinder fürs Mitmachen zu begeistern, meint Melanie Zeller.

«Wir wollen Penalty wegen verbalem Foul», witzelt ein Jugendlicher beim Streetball. Fairness wird gross geschrieben, und die Grossen geben den Kleinen eine Chance. Da ist eine wohlerzogene Jugend am Werk bei Spiel, Spass und Sport. Die Kinder und Jugendlichen messen sich auch in einer Stafette, beim Kugelstossen und beim Brennball. Zeltplanen, etwas Cevi-Spezifisches, kommen beim Blachen-Volleyball zum Einsatz. «Wir halbieren sie, dann gehts besser», sagt einer. Um den Ball über das Netz zu spedieren, mag das stimmen, doch beim Auffangen des Balls? Die hohe Kunst der Taktik.

Um Wissen gehts beim speziellen Cevi-Leiterlispiel. Da gilt es, auch Fragen zu beantworten. Leitsatz der Cevi? Wie heisst der Knoten? Was ist ein Kroki? Man muss sogar das Morsealphabet kennen. An einem Posten ist Geschicklichkeit gefragt: Wer bringt in der Garette sitzend am meisten Wasser durch den Slalom und über das schiefe Brett?

Alle Gruppen kämpfen nicht nur für sich, sondern auch für ein Land. Uncle Sam wirbt für Amerika, Nico Meier, soziokultureller Animator bei der Cevi-Zentrale in Olten angestellt, gibt mit Béret den Vertreter Frankreichs. «Chuchraine» ist nicht das einzige; auch die einzelnen Gruppen haben Maskottchen dabei. Das kann eine Fahne des FC Luzern sein (Horw?), eine flauschige Kuschelente oder ein Hahn aus Holz. Es herrscht eine fröhliche Stimmung unter den 13 «Ortsgruppinnen und Ortsgruppen» (Präsident Hölzle). Am Ende des Nachmittags gibts für alle ein Schoggistängeli, ein Brötchen und einen Apfel. Der Siegergruppe winkte ein Foxtrail-Gutschein. Was nehmen die ehrenamtlich arbeitenden Organisatoren mit nach Hause? Marielle Ammann: «Leuchtende Kinderaugen!»