Suhr
Schlafender Sattelschlepperfahrer mit 2,02 Promille erwischt – er hatte eine spezielle Ausrede

Der Chef der Repol Suhret, Thomas Zbinden, berichtet über einen Einsatz am Montagmorgen.

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Alkohol hinter dem Steuer ist nie eine gute Idee. Besonders nicht für Chauffeure von Lastwagen.

Alkohol hinter dem Steuer ist nie eine gute Idee. Besonders nicht für Chauffeure von Lastwagen.

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Die Regionalpolizei Suret hatte am Montagmorgen einen aussergewöhnlichen Einsatz:« Um 10.30 Uhr ging die Meldung ein, wonach an der Bernstrasse Ost in Suhr, bei der Einfahrt in den Jumbo, ein Sattelschlepper parkiert sei», berichtet Polizeichef Thomas Zbinden. Eine Patrouille der Repol Suret sei gerade in der Nähe gewesen und hätte umgehend eine Kontrolle vorgenommen.

Thomas Zbinden, Chef Repol Suret.

Thomas Zbinden, Chef Repol Suret.

Aargauer Zeitung

Dabei stellte sie laut Zbinden fest, dass es sich um einen Sattelschlepper aus Litauen handelte. «Ein ukrainischer Chauffeur schlief hinter dem Steuer», so Zbinden. «Als er ausgestiegen war, bemerkten die Polizisten, dass er leicht schwankte.»

Eine erste Atemalkoholkontrolle vor Ort habe «einen Wert weit oberhalb der Toleranzgrenze» ergeben, weshalb der Mann mit auf den Polizeiposten musste. Dort habe die Kontrolle mit einem beweissicheren Atemalkoholmessgerät einen Wert von 2,02 Promille ergeben. Dem Mann wurde ein Fahrverbot für die Schweiz auferlegt, ausserdem musste er ein Bussen-Deposit hinterlegen. Zbinden: «Eine Aussage, welche er während der Befragung via Übersetzerin machte, brachte uns zum Schmunzeln: Er war das erste Mal in der Schweiz unterwegs und wusste nicht, dass wir es mit dem Alkohol hier so kleinlich handhaben. In Russland sei dies Standard.»

Der Sattelschlepper muss nun laut dem Repol-Chef von einem anderen Chauffeur zurück nach Litauen gefahren werden. (nro)

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