Suhr
«Parkresidenz Mühle»: Swica hat ehemaliges Huggler-Areal samt Bauprojekt gekauft

Seit elf Monaten ist die Überbauung für das ehemalige Huggler-Areal bewilligt, passiert ist aber nicht viel. Jetzt ist klar, weshalb: Der bisherige Eigentümer hat das Areal samt bewilligtem Projekt verkauft.

Katja Schlegel
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Die Alte Mühle bleibt stehen. Darum herum sollen zehn Mehrfamilienhäuser entstehen.

Die Alte Mühle bleibt stehen. Darum herum sollen zehn Mehrfamilienhäuser entstehen.

Daniel Vizentini

Seit Jahren schon wartet man in Suhr auf die Verwandlung des ehemaligen Huggler-Areals. Lange Zeit hatte es geharzt, weil die beiden Miteigentümer sich zerstritten hatten; wegen einer fehlenden Unterschrift blieb das Baugesuchsverfahren über Jahre hinweg blockiert. Derweil wuchs die Ungeduld bei den Nachbarn; gewisse Anwohner störten sich stark ob der Zwischennutzung der alten Hallen und Werkstätten. Inzwischen ist das Bewilligungsverfahren abgeschlossen, alle Einwendungen wurden bereinigt, das Überbauungsprojekt mit dem Titel «Parkresidenz Mühle» ist bewilligt.

Das ist nun elf Monate her. Doch noch immer ist auf dem Areal nicht wirklich viel passiert. Zwar hat die (inzwischen alleinige) Eigentümerschaft, das Architekturbüro Theodor Huguenin, im März bestätigt, dass bei der Zwischennutzung mit der Entmietung begonnen worden sei. Doch bezüglich Baubeginn blieben die Auskünfte vage; noch sei nicht abschätzbar, wann mit der Räumung des Areals beziehungsweise mit dem Bau begonnen werden könne.

Gewisse Anwohner störten sich stark ob der Zwischennutzung auf dem Areal.

Gewisse Anwohner störten sich stark ob der Zwischennutzung auf dem Areal.

Daniel Vizentini

Projekt soll in zwei bis drei Jahren umgesetzt werden

Jetzt ist auch klar, weshalb die Auskünfte vage blieben. Denn im Hintergrund hat sich ein ganz wesentlicher Faktor verändert: Gemäss Grundbuchauszug hat das Areal eine neue Eigentümerin, die Swica Krankenversicherung AG mit Sitz in Winterthur.

«Swica hat das Grundstück zusammen mit dem baubewilligten Projekt von Architekt Theodor Huguenin Anfang 2022 gekauft und plant, das Projekt in den nächsten zwei bis drei Jahren umzusetzen», bestätigt Silvia Schnidrig, Leiterin Unternehmenskommunikation, auf Anfrage. Die Mehrheit der Mieter sei schon ausgezogen. «Die letzten werden in den nächsten Monaten ausziehen, damit einem Baubeginn danach nichts mehr im Wege steht.»

Eine alte Visualisierung der «Parkresidenz Mühle».

Eine alte Visualisierung der «Parkresidenz Mühle».

zvg

140 Mietwohnungen im mittleren Preissegment

Es würden, so Schnidrig weiter, als Grössenordnung 140 Mietwohnungen im mittleren Preissegment entstehen. Man lege Wert auf ein langfristig nachhaltiges Investment und strebe deshalb auch hinsichtlich Bausubstanz und Ökologie einen gehobenen Standard an.

Kleinere Anpassungen könnten also noch möglich sein, im Grundsatz wird das Projekt aber umgesetzt wie bewilligt: Dieses umfasst – gemäss Baugesuch vom November 2020 – zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 138 Wohnungen und unter anderem zwei unterirdischen Parkhäusern mit total knapp 190 Plätzen.

Als Herzstück des Areals stehenbleiben wird die «Alte Mühle». Auch sie soll aber aufwendig saniert werden. Gegen das Sanierungsgesuch für die historische Mühle waren damals keine Einwendungen eingegangen, genauso wenig wie für das Rückbaugesuch für das gesamte Areal. Gegen das eigentliche Baugesuch waren acht Einwendungen gemacht worden.