Suhr
Elf Einwendungen: Gegenwind für Gewerbepark Helgenfeld fegt heftig

2018 wurde der Gewerbepark Helgenfeld bereits in einem ersten Anlauf ausgebremst, jetzt sind gegen das Baugesuch für 50 Workboxes elf Einwendungen eingegangen. Darunter auch eine Sammel-Einwendung.

Katja Schlegel
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Auf dem dünnen Landstrich (Bildmitte) zwischen Emmi und Wohnhäusern soll der Gewerbepark realisiert werden.

Auf dem dünnen Landstrich (Bildmitte) zwischen Emmi und Wohnhäusern soll der Gewerbepark realisiert werden.

Michael Küng / Aargauer Zeitung

Gegen das Baugesuch für den Gewerbepark im Suhrer Helgenfeld sind elf Einwendungen eingegangen, darunter eine Sammel-Einwendung mit elf Unterzeichnenden. Das teilt die Suhrer Bauverwaltung auf Anfrage mit. Hauptkritikpunkte sind die Themen Verkehr und Gestaltung.

Auf dem schmalen Streifen Land zwischen Emmi und Wohnquartier soll ein Gewerbepark mit fünf Gebäuden mit insgesamt 50 sogenannten «Workboxes» entstehen. Diese sollen unter anderem Handwerksbetrieben Raum geben, die im Suhrer Dorfzentrum kaum mehr Gewerbeflächen finden, und denen als Ersatz dienen, die dem Umfahrungsprojekt Veras weichen müssen.

Auf diesem Landstreifen im Suhrer Helgenfeld neben der Emmi soll ein Gewerbepark entstehen.

Auf diesem Landstreifen im Suhrer Helgenfeld neben der Emmi soll ein Gewerbepark entstehen.

Daniel Vizentini (dvi) / Aargauer Zeitung

Weiter sollen hier Ateliers für allerlei kreatives Schaffen entstehen. Laut Nutzungsordnung sind nur mässig störende Betriebe zulässig. Ausserdem machte der Gemeinderat klare Vorgaben für die Zufahrt: Diese darf nur über den Obertelweg erfolgen (wie auch für die Emmi), um Verkehr durchs Wohnquartier zu vermeiden.

Schon 2018 mit Flugblättern gegen Projekt

Schon 2018 hatten sich die Anwohner gewehrt Dass dieses Projekt nicht ohne Opposition bleiben würde, war absehbar. Diese hatte sich bereits im August 2018 gebildet, als der Gemeinderat im Rahmen der Ostumfahrung erstmals vom Gewerbepark sprach.

Unter anderem mittels Flugblatt hatten sich Quartierbewohner gegen das Ansinnen gewehrt. Sie befürchten, das Helgenfeld könnte wegen mehr Lärm, Verkehr und Feinstaub an Attraktivität verlieren. Im November 2018 wies die Gemeindeversammlung den Planungskredit zurück.

Nach diesem Nein schwenkte der Gemeinderat um und überliess die Gestaltung des Gewerbeparks einem privaten Unternehmen. Im Juni 2020 genehmigten die Suhrer an der Urne den Baurechtsvertrag mit der Gretzenbacher Firma Workboxes AG, die den Landstrich für 80 Jahre übernimmt. Dies deutlich mit 1014 Ja zu 414 Nein. Die Gemeinde Suhr erhält dafür jährlich 900'000 Franken Zins.