Aarau
Stützpunktfeuerwehr zeigt, was sie kann – mit Hilfe deutscher Gäste

Die Deutschen können besser retten als tschutten. Zu dieser Erkenntnis gelangte man an der Hauptübung der Feuerwehr Aarau, die am Mittwochabend – zeitlich genau zwischen den WM-Spielen Deutschland-Südkorea und Schweiz-Costa Rica – stattfand.

Nadja Rohner
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Beteiligt hat sich an der Übung eine rund zwei Dutzend Mann starke Feuerwehrdelegation aus Aaraus Partnerstadt Reutlingen (D). Sie war mit zwei Tanklöschfahrzeugen und einer Autodrehleiter angereist und löste ihre Aufgabe tadellos.

Szenario: Die Alte Kanti brennt, es gibt viel Rauch, Menschen sind im zweiten Stock gefangen. Mittels (Dreh-)Leiter mussten sie von den Feuerwehren Aarau (mit rund 100 Leuten vor Ort) und Reutlingen evakuiert werden. Unterdessen wurde, auch dies eine Überraschung, nördlich der Kanti an der Laurenzenvorstadt ein Verkehrsunfall inszeniert, inklusive Rauchbombe. Zwei Menschen mussten aus den Unfallautos gerettet werden und zwar unter Zuhilfenahme von schwerem Gerät. Da klirrte Autoglas und da ächzte Blech – am Schluss standen die Figuranten putzmunter wieder auf und die Feuerwehrleute samt Gästen (unter anderem von den Feuerwehren des KSA, aus Frick und aus Küttigen) zogen sich zum Nachtessen und Fussballschauen ins Magazin zurück.

Sollen Angestellte der Stadt, die von der Arbeit weg zu einem Feuerwehreinsatz gerufen werden, zum Lohn auch Sold erhalten?NRO
34 Bilder
Kommandant Thomas Kuhn (r.) und Vize Martin Tschanz.
Stadträtin Suzanne Marclay-Merz bei «ihrer» Feuerwehr.
Es folgen weitere Bilder der Feuerwehrübung.
Hauptübung Feuerwehr Aarau 2018 Hauptübung Feuerwehr Aarau 2018
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Sollen Angestellte der Stadt, die von der Arbeit weg zu einem Feuerwehreinsatz gerufen werden, zum Lohn auch Sold erhalten?NRO

Nadja Rohner

Wie ist die Hauptübung aus fachlicher Sicht verlaufen? Sehr zufrieden ist Kommandant Thomas Kuhn: «Es war eine ganz tolle Übung. Man kann immer einige Sachen verbessern, aber grundsätzlich hat alles gut geklappt – Übung erfüllt!» Besonders gefreut habe ihn, dass sich auch Stadträtin und Feuerwehr-Ressortchefin Suzanne Marclay-Merz sowie später – beim gemeinsamen Znacht – auch Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker eingefunden haben. «Das ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung.»

Gestern waren unter den Zuschauern einige zugegen, die die Feuerwehr Aarau beim inszenierten Stück «Katastrophenübung» in der Alten Reithalle gesehen haben. Zukünftige Feuerwehrleute? Kuhn würde das begrüssen: «Am 16.10. ist unser nächster Rekrutierungsabend. Wir können neue Leute in allen Abteilungen brauchen, jeder ist willkommen.»

Kuhn ist seit einem Jahr interimistischer Kommandant. Sein Vorgänger ging überraschend und ebenso dessen Stellvertreter und weitere Kadermitglieder. «Wir haben turbulente Zeiten hinter und auch noch vor uns», so Kuhn damals. Wie steht es jetzt? «Wir arbeiten daran», so Kuhn, der schon seit 30 Jahren Feuerwehrdienst leistet. «Einiges konnten wir bereits zum Positiven verändern. Aber natürlich warten alle darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.» Damit meint Kuhn die laufende Reorganisation der Feuerwehr. Die Überprüfung der Sicherheitsorganisation strebt eine Professionalisierung im Bereich des Kommandos an. Ob es künftig einen Vollzeit-Kommandanten oder beispielsweise eine Stabstelle geben wird, steht noch nicht fest – verschiedene Szenarien werden geprüft.