Im ganzen Kanton stürzten Bäume und Äste auf Strassen, schwergewichtig im Westaargau und im Freiamt. Beispielsweise lag ein Baum auf der Strasse zwischen Gränichen und Seon, so dass kein Durchkommen mehr war.

Der Polizeinotruf verzeichnete am Mittwoch von 16 Uhr bis 20.30 Uhr zirka 30 Meldungseingänge. Zahlreiche Forstdienste, Gemeindewerke, Feuerwehren sowie Kantons- und Regionalpolizeien mussten aufgeboten werden.

Auf der A1 waren auf Höhe von Suhr aufgrund von Windböen und eines in der Folge umgestürzten Baumes vorübergehend beide Fahrstreifen Richtung Bern gesperrt. Bis 17.15 Uhr waren beide wieder für den Verkehr freigegeben. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von sieben Kilometern bis nach Mägenwil.

Besonders viele Meldungen gingen aus den östlichen Bezirken des Kantons ein (Region Baden, Bremgarten/Muri) und führten auch im Feierabendkehr rund um Aarau und Lenzburg zu starken Verkehrsbehinderungen.

Sturm im Aargau: Bäume auf A1 und Strassen

Sturm im Aargau: Bäume auf A1 und Strassen

Nicht nur der Aargau war betroffen

Bei den Winden handelte es sich um eine sogenannte Druckwelle. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde in Grenchen SO mit 95 Kilometern pro Stunde gemessen, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte.

In der Region Bern führten umgestürzte Bäume auf der A1 Richtung Bern zwischen Kriegstetten und Kirchberg und auf der A6 Richtung Thun zwischen Rubigen und Kiesen zu Stau.

Bäume fällte der Wind auch zwischen Herrenschwanden und Ortschwaben im Kanton Bern, wo die Kantonsstrasse vorübergehend gesperrt werden musste.

Der starke Westwind folgte auf heftige Regenfälle in der Süd- und Südostschweiz seit Dienstagmittag. Im Tessin gab es an einzelnen Stationen sogar über 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Spitzenreiter war Locarno TI mit 135 Litern. (sda/az)