Der Ehrenpräsident des Aargauischen Gewerbeverbandes erwarb vor Jahresfrist das Schloss Wildenstein in Veltheim. Jetzt präsentiert der innovative Unternehmer Samuel Wehrli am Hauptsitz seiner Dobi Inter AG in Suhr eine Fassade, die es in sich hat. «Diese Fenstertechnik ist einzigartig und richtungsweisend», schreibt das mit Planung und Bau beauftragte Unternehmen Zubler aus Hunzenschwil, das den 41-jährigen Bau rundum erneuert hat.

Gesamtleiter Pirmin Bruhin und Projekt- und Bauleiter Martin Galliker zeigten die wichtigsten Neuheiten auf der Terrasse des mehrstöckigen Baus: Am Turm sind vom fünften bis zum achten Stockwerk die Fenster der Süd- und Westfassade teilweise mit Solarzellen bestückt.

4320 dünne Solarzellen im Glas

Die Wunschliste von Dobi-VR-Präsident Samuel Wehrli für die neue Fassade war ziemlich lang: Wetterbeständig trotz Verzicht auf die oft defekten Storen, langlebig, schönes Design, modernste Energiewerte. Die Zubler Fenstertechnik nahm die grosse Herausforderung an und realisierte den Umbau in einem halben Jahr. Jetzt erfüllt die Dreifach-Verglasung den Minergiestandard und hat eine Beschichtung für den Sonnenschutz. Die Sommerwärme wird damit von den Räumen ferngehalten. Das Kernstück sind 4320 dünne Solarzellen zwischen dem äusseren Fensterglas – bis auf Höhe Brüstung und anstelle der Storen. Von den 100 Quadratmetern gibt es 10000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr.

Dobi-VR-Präsident Samuel Wehrli im Interview

Dobi-VR-Präsident Samuel Wehrli im Interview

Lob für die Investitionsfreude

Die Baukosten für Fassade und Fenster betragen rund 700000 Franken. «Der höhere Preis der Investition rechnet sich in 15 bis 20 Jahren, berechnet auf heutigen Strompreisen», sagt Wehrli zu seinem Engagement. Der Strom kann zum dreifachen Bezugspreis an die Technischen Betriebe Suhr geliefert werden. Er deckt rein rechnerisch rund 10 Prozent des eigenen Bedarfs. Inhaber Peter Zubler von der Zubler AG lobte bei der formellen Übergabe die Investitionsfreude von Wehrli. Viele Bauherren seien nicht bereit, den Aufpreis für zukunftsträchtige Lösungen zu bezahlen.

Die Anlage erzeugt zwar weniger Strom als übliche Photovoltaik, aber am Haus der Schönheit muss auch das Design perfekt stimmen. Die Firma Dobi ist das grösste Beauty-Kompetenzzentrum in Europa.