Geplant sind sogenannte Wasserkraftschnecken, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Freitag mitteilte. Ein Schlauchwehr staut das Wasser. Bei Hochwasser kann das Wehr vollständig abgesenkt werden.

Für die geplanten Wasserkraftanlagen wählte der Energieversorger IBAarau die Standorte früherer Nutzungen. An den Standorten Siebemättli (Aarau und Buchs), Suhrenmatte, Stampfi, Lochergrien (alle Buchs) und Zopf (Suhr) soll je ein Kleinwasserkraftwerk errichtet werden.

Hier sollen die Kleinwasserkraftwerke realisiert werden.

Hier sollen die Kleinwasserkraftwerke realisiert werden.

Eine erste Anlage dieser Art wurde vor sechs Jahren an der Suhre in Hirschthal in Betrieb genommen. Die Erfahrungen sind gemäss BVU positiv. Verbesserungen seien in die neuen Projekte eingeflossen.

Fische können wandern

Die Kombination von Wasserkraftschnecke, Schlauchwehr und Fischaufstiegsanlage ermögliche die freie Fischwanderung durch alle Staustufen, hält das BVU fest. Verschiedene Vorkehrungen erhöhten den Schutz vor Hochwasser und stellten den Abfluss von 100 Kubikmeter pro Sekunde sicher.

Dies entspreche einem Hochwasser, das statistisch gesehen alle 100 Jahre einmal eintreffe. Für den ökologischen Ausgleich seien insgesamt sieben Massnahmen geplant, die abschnittweise vom Mündungsbereich der Suhre in Aarau bis nach Muhen umgesetzt würden.

Die Bau- und Konzessionsgesuche für die fünf Kleinkraftwerke liegen ab dem 6. Juli bis zum 7. August bei den Standortgemeinden sowie beim Kanton in Aarau öffentlich auf.

Mit der Umsetzung wird die Längsvernetzung im Unterlauf der Suhre von Aarau bis Muhen wieder hergestellt und der Hochwasserschutz verbessert.