Biberstein

Steuerfuss rauf, Schulden runter

Die Gemeinde Biberstein.

Die Gemeinde Biberstein.

Der Gemeinderat Biberstein beantragt den Stimmbürgern eine Steuererhöhung um 3 Prozent. Der Steuerfuss beträgt zwar immer noch 92 Prozent, aber im Rahmen des Steuerfussabtausches mit dem Kanton (die Kantonssteuern steigen um 3 Prozent) müsste der Bibersteiner Gemeindesteuerfuss theoretisch auf 89 Prozent sinken.

 Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Gemeinden werde Biberstein beim neuen Finanz- und Lastenausgleich nicht entlastet, sondern eben zusätzlich belastet, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft an die Stimmbürger.

Kommt hinzu, dass Biberstein, eigentlich eine gut situierte Gemeinde mit gutem Steuersubstrat, Schulden hat. Für 2018 sind es 5597 Franken pro Einwohner, das ist kantonsweit einer der höchsten Werte. Der Grund liegt im Schulhausneubau und der Turnhallensanierung.

Die Finanzplanung zeige, dass mit einem Steuerfuss von 89 Prozent die langfristigen Schulden in der Planperiode nicht genügend abgebaut werden könnten, so der Gemeinderat. Mit einer Steuerfusserhöhung um 3 Prozent könne hingegen das vom Gemeinderat und der Finanzkommission angestrebte Ziel, die Schulden «in vernünftigem Rahmen abzubauen», erreicht werden.

Das Budget 2018 mit Steuerfuss 92 Prozent geht von einem Ertragsüberschuss von 89 001 Franken aus. Grössere Investitionen werden im 2018 vor allem im Strassenbau getätigt (Sanierung Kantonsstrasse und Belagserneuerung Unternbergstrasse), ausserdem läuft die Revision der Bauzonenplanung. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt im kommenden Jahr bei nahezu 100 Prozent.

Die Gemeindeversammlung findet am Freitag, 24. November statt. Ausnahmsweise schon um 19.30 Uhr statt um 20 Uhr, weil der Gemeinderat den langjährigen Ammann Peter Frei gebührend verabschieden will. (NRO)

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