Aarau/Lenzburg

Statt Entlassung: Aarauer Dirnenmörder in Sicherheitstrakt verlegt

T.B., der Aarauer Dirnenmörder, im November 2011 auf dem Weg ins Gericht (Archiv)

T.B., der Aarauer Dirnenmörder, im November 2011 auf dem Weg ins Gericht (Archiv)

Im Februar 2008 ermordete der damals 17-jährige T.B. aus Rupperswil hinter dem Aarauer Bahnhof im Sex-Salon Metro eine Dirne. Anfang August hätte der Mörder freikommen sollen – hätte. Denn die Behörden haben vorgesorgt. Er bleibt in Haft.

Weil T.B. zur Tatzeit erst 17 Jahre alt war, fiel die Tat unter das Jugendstrafgesetz. Dieses sieht maximal eine vierjährige Haft vor. Diese hat T.B. nun abgesessen.

Doch am 20. Juni ordnete das Bezirksamt Lenzburg einen Fürsorgerischen Freiheitsentzug an. Mörder T.B. reichte darauf Beschwerde ein, aber das Verwaltungsgericht hat diese am 6. August abgewiesen. Das berichtet «Blick».

«Grosse Rückfallgefahr»

T.B. bleibt damit weiterhin in Haft. Der Täter wurde gestern an seinem 22. Geburtstag statt Entlassung in die Justizvollzugsanstalt Lenzburg versetzt. Laut einem Gutachten soll der Dirnenmörder nicht entlassen werden. Es bestehe beim Täter «eine grosse Rückfallgefahr».

Hier geschah die Tat: Der damalige Sex-Salon «Metro» an der hinteren Bahnhofstrasse in Aarau (Archivbild)

Hier geschah die Tat: Der damalige Sex-Salon «Metro» an der hinteren Bahnhofstrasse in Aarau (Archivbild)

Am Sonntag, 10. Februar 2008, stieg der damals erst 17-jährige T.B. frühmorgens nach dem Ausgang über die Fassade im Obergeschoss in den Sex-Salon «Metro» hinter dem Aarauer Bahnhof ein.

Daraufhin vergewaltigte und erdrosselte der Jugendliche eine 40-jährige Prostituierte. Im November 2011 wurde er wegen Mordes gemäss dem Jugendstrafgesetz zur Maximalstrafe von vier Jahren Haft verurteilt. (sha)

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