Am Dienstagmorgen fand in Aarau das statt, was sich üblicherweise Spatenstich nennt. Eine grosse Gruppe von Personen, die sich um das 20,45-Millionen-Projekt verdient gemacht hatten, posierte mit Helm und Spaten vor der ehemaligen Kavalleriehalle, die in ein kulturelles Mehrspartenhaus umgebaut wird.

Nachdem das Baubewilligungsverfahren relativ reibungslos hatte abgewickelt werden können, gab es jetzt ganz am Schluss bei den Submissionsverfahren noch Störungen. Die erfreuliche: Das Badener Unternehmen, das eigentlich die Elektroarbeiten hätte ausführen können, hat den Auftrag zurückgegeben. Es kommt nun doch die Eniwa zum Zug.

Die weniger erfreuliche: Mittels einer Submissionsbeschwerde ficht ein ausserkantonales Unternehmen die Vergabe der Baumeisterarbeiten (etwa einen Drittel der Gesamtsumme) an.

Die Verantwortlichen sind optimistisch, dass es zu keinen Verzögerungen kommt. «Aus unserer Sicht ist die Beschwerde aussichtslos. Wir gehen davon aus, dass sie keine aufschiebende Wirkung bekommt», erklärte Daniel Siegenthaler, Stadtrat und Präsident der Baudelegation. Die Eröffnung der neuen Alten Reithalle ist für Oktober 2020 geplant.

Entstehen wird laut Siegenthaler «ein Haus, dass möglichst allen Bevölkerungsschichten offenstehen soll». Die Halle bekommt etwa eine neue Bodenplatte, es wird ein 70 Zentimeter mächtiges Überdach gebaut und die Kopfsteinpflaster zwischen der Halle und der Bar im Stall werden durch Asphalt ersetzt.

Hanspeter Thür, heute Stadtrat und früher Projektkoordinator Alte Reithalle, wies auf die lange Entstehungsgeschichte hin und betonte: «Das Projekt wurde von Jahr zu Jahr besser.»