Auenstein

Ständig stand beim Eierauflesen der dicke Strohmann im Weg

Das traditionelle Eierauflesen in Auenstein war ein Volksfest. Für Unterhaltung sorgten allerlei überdrehte Gesellen.

Frühling und Winter kämpften beim Eierauflesen um die Vorherrschaft. Während die beiden Winterläufer ungestört nach Schinznach und zurück rennen konnten, mussten sich die zwei Eieraufleser, die den Frühling verkörpern, mit einer Heerschar überdrehter Gestalten herumschlagen: Bajasse schlugen mit «Soublotere» um sich, ein altes Ehepaar mit Kinderwagen versperrte den Durchgang und zwei Teufel entzündeten Feuer. Zum Glück waren die Feuerwehrleute nicht weit. Sie spritzten mit Handpumpen auch gerne ins Publikum. Gorilla, Laubmann und Clown fuhren mit Velos halsbrecherisch herum und produzierten Massenunfälle. Nicht zu beneiden waren hingegen die Strohmänner. Fielen sie hin, konnten sie nicht mehr aufstehen. Geschah ihnen recht. Sie standen ständig im Weg.

Da hatten die Frühlingsläufer alle Mühe, die 160 Eier aufzulesen und unversehrt in ein Leintuch werfen. Fazit: Sie verloren, der Winter gewann. Es wird wohl nochmals kalt.

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