Aarau
Stadträtin Jolanda Urech: «Ich muss mich nicht neu erfinden»

Noch einmal eine Amtszeit als Stadträtin. Das war ursprünglich Jolanda Urechs Plan. Nun, da Lotty Fehlmann Stark ausfällt, springt sie in die Bresche. Sie blicke dem Wahlkampf fürs Stadtpräsidentenamt gelassen entgegen, sagt Urech.

Sabine Kuster
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Jolanda Urech springt in die Bresche und kandidiert für das Stadtpräsidium.

Jolanda Urech springt in die Bresche und kandidiert für das Stadtpräsidium.

Emanuel Per Freudiger

Jolanda Urech, wie lange haben Sie überlegt, bis Sie zugesagt haben, nun doch fürs Stadtpräsidentenamt zu kandidieren?

Ein paar Tage. Ich habe es mir reiflich überlegt und sage jetzt mit Überzeugung zu.

Am Maienzug schien alles noch in bester Ordnung. Wann haben Sie von Lotty Fehlmanns Burnout erfahren?

Erst danach zu Beginn der Sommerferien. Dass Lotty Fehlmann jetzt krank ist, macht mich betroffen. Sie war eine fähige Kandidatin mit grossem Rückhalt in Aarau.

Als die SP Sie vor einem Jahr gefragt hatte, ob Sie für das Amt der Stadtpräsidentin kandidieren wollen, sagten Sie noch ab. Wollen Sie das Amt wirklich?

Ich hatte schon damals zwei Lebenspläne. Der eine wäre gewesen, noch mal als Stadträtin zu kandidieren und beruflich zu reduzieren zugunsten von privaten Interessen. Der andere war, mit einer Stadtpräsidiumskandidatur voll auf die politische Karte zu setzen. Unter den neuen Voraussetzungen verfolge ich nun diesen Plan.

Bringen Sie die Voraussetzungen für das Amt mit?

Ich habe eine grosse Erfahrung in der Aarauer Exekutive und konnte zusammen mit der Verwaltung und der Bevölkerung für die Stadt schon viel erreichen – der Leistungsausweis ist sicher genug gross.

Sind Sie dem Wahlkampf gewachsen?

Ich gehe zuversichtlich und gelassen in den Wahlkampf. Die Bürgerinnen und Bürger sollen in den nächsten Wochen die Gelegenheit haben, sich eine Meinung zu bilden.

Anders als Lotty Fehlmann Stark sind Sie als Stadträtin in Aarau eine bekannte Persönlichkeit.

Ich kenne wirklich sehr viele Leute – durch meine Söhne ist mir auch das junge Aarau bekannt. Ich muss mich sicher nicht neu erfinden.