Mit dem Segen des Einwohnerrats lässt der Aarauer Stadtrat die Geschehnisse rund um die Kunsteisbahn (Keba) untersuchen. Man will wissen, wie es dazu kommen konnte, dass wegen Fehlern im Baugesuch die Keba derzeit nur sehr eingeschränkt nutzbar ist.

"Der Stadtrat hat bereits am 20. Februar eine interne Aufarbeitung eingeleitet, bei welcher die Abläufe und der Sachverhalt seit 2010 dokumentiert werden", heisst es in der Beantwortung einer Anfrage aus der SP-Fraktion. Danach solle "eine externe, unabhängige Person mit der Untersuchung beauftragt werden". Dabei solle auch die Rollen der verschiedenen Beteiligten aufgezeigt werden, so der Stadtrat weiter. Der Bericht soll im Mai oder Juni vorliegen und dann der Finanz- und Geschäftsprüfungskommision vorgelegt werden.

Die SVP hatte die Einsetzung einer Spezialkommission beantragt. Da die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) mit umfassenden Untersuchungskompetenzen, wie man sie etwa auf Kantons- oder Bundesebene kennt, auf Gemeindeebene nicht möglich ist, verlangte die SVP eine Keba-Kommission ohne ausgeweitete Kompetenzen wie etwa Zwangsmassnahmen. Der Antrag wurde abgelehnt, ausserhalb der Fraktion fand er keine Zustimmung.

Ein folgender Eventualantrag, man möge die Untersuchung rund um die Keba der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission übertragen, scheiterte ebenfalls. Hier stimmten, abgesehen von den SVP-Einwohnerräten, auch die Grünen zu. Das reichte aber nicht.